1985 bis 1987

1985

Die Hauptversammlung am 29. Januar im Vereinslokal war mit 36 aktiven Sängern sehr gut besucht. Da erst wieder 1986 Vorstandswahlen fällig sind, war nur für den ausscheidenden 1. Kassenprüfer ein Ersatz zu wählen. 1986 scheidet Dieter Heering aus, Günter Hildebrandt rückt zum 1. Kassenprüfer vor.

"Das Worpsweder Sängerjahr" war das Motto unseres Sängerballes 1985, den wir diesmal bei Tienken in Neu-St. Jürgen feierten. Wegen der Lage weit vom Ortskern hatten wir doch erhebliche Bedenken. Ein Bus pendelte zwischen Worpswede und Ballort, und was wohl kaum jemand zu hoffen gewagt hatte, es wurde ein rauschendes Fest mit vollem Haus und blendender Stimmung. Die vom Festausschuss mit viel Liebe zusammengestellte Tombola trug ebenfalls zum guten Gelingen des Sängerballes bei.
Ein ganz großer Dank muss aber unbedingt unserer Dirigentin Frau Dr. Geck gesagt werden. Nur durch ihre unermüdliche Arbeit bringt sie unsere Leistung als Chor immer weiter voran.

Am 15. März verstarb für uns völlig unerwartet im Alter von 41 Jahren unser Zweiter Vorsitzender Hartwin Illian. Wir haben mit ihm einen guten Freund verloren und geleiteten ihn mit der Dirigentin und 33 Sängern am 22. März zur letzten Ruhe und sangen bei der Trauerfeier in der Zionskirche. Wir werden ihn nicht vergessen.

Am 26. Mai, in der Frühe des ersten Pfingsttages, trafen wir uns wie jedes Jahr auf dem Weyerberg vor der Schießhalle zu unserem Pfingstsingen. Wie immer waren die Zuhörer aus allen Richtungen hierher zusammen gekommen und sparten nicht mit Beifall.
Um 7.00 Uhr machten wir uns auf den Weg, um bei der Familie Meyer-Mengel das Frühstück zu uns zu nehmen.

So gestärkt besuchten wir wie immer die Worpsweder Altenheime und sangen zur Freude der alten Heimbewohner einige Lieder. Und wie immer endete dieser Morgen mit einem kleinen Umtrunk und Liedern im Kaffeehaus Niedersachsen.

Am Sonntag, dem 9. Juni waren wir beim Schützenfestumzug dabei, brachten dem König Horst Fengels ein Ständchen und beteiligten uns mit einer Mannschaft beim Pokalschießen der Vereine.

Werner Meißner, der mit dieser Hauptversammlung auf 20 Jahre erfolgreiche Kassenführung hätte zurück blicken können, sollte diesen Tag nicht mehr erleben. Im Aufbruch zu einer Fahrt in die Landeshauptstadt mit der "Hallo-Nachbar"-Gruppe der AWO brach er tot zusammen.
Wir gaben ihm am 15. Juni mit der Dirigentin und 32 Sängern das letzte Geleit und sangen bei der Trauerfeier in der Zionskirche.

Am Sonntag, dem 14. Juli feierte die Tanzgruppe des Heimatvereins Schlussdorf ihr 10-jähriges Bestehen. Wir sangen zur Feierstunde und verbrachten ein paar frohe Stunden im Kreise der Tänzer.

Das Erntefest sah uns dann wieder: Nach dem Binden der Erntekrone, beim geselligen Beisammensein als auch beim Festakt am Wasserwerk am 1. September waren wir mit unseren Liedvorträgen dabei.
Unsere Vorträge fanden bei beiden Veranstaltungen gute Aufnahme und reichen Beifall.

Am Sonnabend, dem 14. September ging es dann mit 33 Personen, darunter 16 aktiven Sängern, ins Weserbergland über die Herrenhäuser Gärten, Springe und mit Mittagpause im "Waldrestaurant Holzmühle". Über Hessisch Oldendorf ging es dann zum Endziel, dem Kaffee-Restaurant "Rohdental".
Hier nutzten viele die Gelegenheit, am Amelungsberg Spaziergänge zu machen.
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Am Sonnabend, dem 19. September traf sich die Sängerfamilie der Kreisgruppe Osterholz zum alljährlichen Herbstsingen. Alle Chöre zeigten auf, was sie zu leisten im Stande waren, und das hatte sich im Vergleich zu den Vorjahren erheblich gesteigert.

Unser Freund Heinz Kommerau hatte sich gesagt, man solle die Feste feiern, wie sie fallen, und so wurde sein 50. Geburtstag mit vielen Freunden, mit Tanzvorführungen, Liedvorträgen und einem reich bestückten Buffet nach dem Motto "Jeder kann soveel eten und drinken wie he mag und verdregen kann" gefeiert. Auch das Tanzbein kam nicht zu kurz an diesem denkwürdigen 25. Oktober. in der Schießhalle auf dem Weyerberg. Opa Karl verlor vor Rührung ein paar Tränen. Herzlichen Dank, lieber Heinz, von allen Freunden im "Concordia".

Unser Freund Günter Hildebrandt wurde am 3. Dezember 30 Jahre alt und ist immer noch unbeweibt. Das bedeutet: Schultreppe fegen.
Günter entledigte sich dieser Pflicht mit Bravour und bewirtete uns am Abend in seinem Gärtnerhof in allen Räumen des Hauses. Auch Dir, lieber Günter, herzlichen Dank von allen Freunden im Chor.

Die Weihnachtsfeier begingen wir diesmal in der alten Molkerei.

Alle genossen, dank der vorzüglichen Vorarbeit des Festausschusses, diese Stunden. Nach der Melodie "Bolle reiste jüngst zu Pfingsten" verpasste das Duo Bemmann-Koll den Aktiven einen Vers und kleine Geschenke.
Bei weihnachtlichen Liedern und angeregten Gesprächen blieb man nach dem guten Essen noch ein paar Stunden zusammen.

Ein Jahr im Leben des MGV "Concordia" ist wieder einmal zu Ende gegangen, und wir meinen, es war ein gutes, erfolgreiches Jahr. Trotz schmerzhaften Verlustes lieber Sangesfreunde konnten wir unseren Mitgliederstand erhalten und errangen bei unseren Auftritten sehr gute Kritiken.

Zu verdanken haben wir alles unserer verehrten Dirigentin Frau Dr. Geck, die uns durch ihr Beispiel und ihr Können aufrichtet und uns über uns wachsen lässt.

Herzlichen Dank, verehrte Frau Dr. Geck.

Für das neue Jahr wünsche ich dem Chor auch im Namen des Vorstandes, auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben und weiterhin am Erhalt des deutschen Liedes zu arbeiten.

Viel Erfolg für 1986.

Kück - Schriftführer

Pfingsten 1985   (Foto Dieter Weiser)

Pfingsten 1985 (Foto Dieter Weiser)

1986

Die Hauptversammlung am 28. Januar im Vereinslokal war mit der Dirigentin und 33 aktiven Mitgliedern recht gut besucht.

Die Berichte wiesen einen guten Besuch der Singabende und Auftritte aus, sprachen von einem konstanten Mitgliederstand und konnten erstmals wieder von einem kleinen Gewinn in der Kasse berichten.

Die Wahl des Vorstandes und der Ausschüsse sah dann so aus:
1. Vorsitzender: Adolf Schnaars
2. Vorsitzender: Norbert Vagt
1. Schriftführer: Johann Kück
2. Schriftführer: Erich Marks
1. Kassenwart: Wolfgang Platz
2. Kassenwart: Bernd Heckert
Fahnenträger: Wolfgang Wedelich
Fahnenbegleiter sollen von Fall zu Fall benannt werden
Pressewart: Volker Bemmann
Festausschuss: Joseph Koll, Norbert Vagt, Volker Bemmann, Jürgen Kassler
Beisitzer: Karl Weingart, Hinrich Grimm

Unseren Sängerball "Concorden International" feierten wir am 8. März bei Tienken in Neu St. Jürgen.
Wir hatten wieder ein gut besuchtes Haus und konnten mit unseren Gästen ein paar schöne Stunden verbringen. Nicht unwesentlich zum finanziellen Erfolg trug wieder einmal die gut vorbereitete Tombola bei. Unserem Festausschuss herzlichen Dank für seine vorzügliche Arbeit.
Nicht zu vergessen ein großes Dankeschön unserer Dirigentin Frau Dr. Geck, die uns mit ihrem Schwung zu immer höheren Leistungen mitreißt.
Herzlichen Dank auch unserem Freund Prof. Max Baumann und Frau Dasenbrook für ihre Unterstützung beim Konzert.

Der Wörpe-Wümme-Sängerbund hatte uns als Gastgeber des Sängertages Bremen gebeten, beim Konzertabend im "Borgfelder Landhaus" einige Lieder zu singen. Gern kamen wir dieser Bitte nach und bekamen für unsere Vorträge großen Beifall.

Unser Sangesfreund Günther Romatzki feierte mit seiner Frau am 7. Mai bei Otten in Adolphsdorf Silberhochzeit. Wir sangen mit 38 Sängern einige Lieder und wurden herzlich bewirtet.

Am Pfingstsonntag fanden wir uns auf dem Weyerberg wieder zum Pfingstsingen versammelt. Leider ließ der Besuch wegen des Wetters etwas zu wünschen übrig. Wir führten dennoch unser geplantes Programm durch.

Am Sonntag, dem 1. Juni, brachten wir dem König Rolf Dieckmann im Garten des "Stolteschen" Hauses ein Ständchen. Unsere Dirigentin durfte dabei mit dem Dirigentenstab des 1. Dirigenten des MGV den Chor dirigieren.

Unser Sangesfreund Hans Liedtke war am 5. Juli 60 Jahre alt geworden und wollte uns dabei haben. Wir wurden herzlich bewirtet und bedankten uns mit etlichen Liedern. Ein Novum war es, dass uns von unserem Ortsscherif Norbert Wosnitza das Bier gezapft wurde.

Das "Nil-Stensen-Haus" in Worphausen beging am 17. August seinen 20. Gründungstag mit einem ökumenischen Gottesdienst. Wir sangen dazu zwei Lieder und nahmen mit etlichen Sängern am offenen Teil dieser Veranstaltung teil.

Schon zwei Wochen später, am 31. August, sangen wir bei einer Veranstaltung in der Scheune von "Gut Sandbeck" einige Lieder. Leider ging von unseren Vorträgen viel verloren, da der Chor auf einem Podium stand und dadurch gegen die Deckenbalken sang.

Das Worpsweder Erntefest sah uns dann schon am 7. September beim Festakt am Wasserwerk auf dem Weyerberg wieder dabei. Wir sangen zwei Erntelieder und fanden gutes Gehör und viel Beifall.

Am Sonnabend, dem 1. November, ging es dann mit der Kleinbahn auf Fahrt nach Bremervörde. Hier stimmte alles, nur das Wetter nicht, aber dafür erklärte sich der Festausschuss "nicht zuständig". So wurde denn auch nichts aus dem Spaziergang um den Vörder See, und man begnügte sich mit Kaffee und Kuchen im "Haus am See". Hier wurden dann auch einige Lieder gesungen. Ein zwangloser Bummel unter Regenschirmen durch Bremervörde füllte die Zeit bis zur Rückfahrt aus, und in guter Stimmung ging es dann wieder im Richtung Worpswede.
Der Festausschuss hatte vortrefflich mit harten und weichen Getränken vorgesorgt, so dass niemand unterwegs Durst leiden musste.
In Worpswede angekommen, nutzten viele die Gelegenheit zum Abendessen, und so blieb bei vielen die Küche kalt.

Unser Vereinswirt Herbert Haar feierte am Donnerstag, dem 6. November, seinen 60. Geburtstag und hatte dazu neben vielen Gästen auch die "Concorden" eingeladen. Wir wurden großzügig bewirtet und dankten dem Geburtstagskind mit etlichen Liedern. Herzlichen Dank, lieber Herbert, für diesen schönen Abend.

Am 8. November ging es dann zum Bundessingen nach Oldenbüttel. Gastgeber war diesmal der Gemischte Chor Ströhe-Spreddig. Es fiel auf, dass die Chöre durchweg an Sicherheit gewonnen hatten. Leider taten sich aber immer noch viele Chöre reichlich schwerfällig. Immerhin war doch schon ein Fortschritt zu verzeichnen.

Unsere Weihnachtsfeier fand diesmal in der ehemaligen Südweder Schule statt. Nach dem Essen trugen Vorträge von Sängern und zwei "Tüschendorfer Deerns" zur Unterhaltung bei, und die Zeit verging, auch mit Weihnachtsliedern, viel zu schnell.

Die letzte Veranstaltung des Jahres folgte dann am Montag, dem 8. Dezember, mit der Alten-Weihnachtsfeier des Heimatvereins Schlussdorf im Saal von "Tienkens Gasthaus" in Neu St. Jürgen. Der Saal war bis auf wenige Plätze gefüllt, und es rollte ein gut gemischtes Programm ab. Gestaltet wurde das Programm vom Posaunenchor Schlussdorf, dem Akkordeonclub Grasberg, dem Kinderchor Mevenstedt, dem Kinderspielkreis Mevenstedt und dem MGV Concordia.
Dazu kamen etliche Redner, ohne die es offensichtlich nicht geht. Die alten Gäste dieser Weihnachtsfeier blieben, bei Kaffee und Kuchen munter plaudernd, fröhlich zusammen.

Wenn ich dem Chor zum Schluss meines Jahresberichtes vom Vorjahr viel Erfolg für 1986 wünschte, meine ich heute, dass dieser Erfolg dank der unermüdlichen Arbeit unserer verehrten Dirigentin Frau Dr. Geck nicht ausgeblieben ist. Für all Ihre Arbeit und Mühe mit uns kann ich Ihnen, verehrte Frau Dr. Geck, im Namen des Vorstandes und aller Sänger nur herzlichst danken. Wir wollen uns bemühen, durch Leistung Ihrer Freundschaft würdig zu werden.

Nun noch ein paar Worte zu unseren Kranken. Wir wünschen unseren Sangesfreunden Hans Wittfogel und Karl Nienstedt gute Fortschritte in der Genesung, damit sie bald wieder in unserer Mitte sein können.

Zum Jahre 1987 wünsche ich allen Sängern noch mehr Freude am Singen und noch mehr Disziplin beim Besuch der Übungsabende.

Johann Kück Schriftführer
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1987

Der Mitgliederstand betrug zu Beginn des Jahres 1987:
1 Ehrenchorleiter, 1 Chorleiterin, 3 Ehrenmitglieder, 42 aktive Mitglieder (Ehrenmitglieder eingeschlossen), 74 fördernde Mitglieder.

Am 3. April hatte Ole Tönnesen zu seinem 50. Geburtstag den Verein in sein Heim eingeladen. 29 Sänger waren der Einladung gefolgt und erlebten im Kreise seiner Familie zusammen mit Frau Dr. Geck und Herrn Prof. Max Baumann einen sehr schönen Abend. Die Bewirtung war vorzüglich, und der Chor konnte sich mit mehreren geselligen Liedern an dem Abend revanchieren.

Am 1. Mai wurde auf dem Gewerbegebiet in Neu-St. Jürgen der 2. Worpsweder Markt eröffnet. Die Gemeinde Worpswede hatte unseren MGV gebeten, die Eröffnung durch einige Liedvorträge zu unterstützen. Wir, d.h. 33 Sänger und unsere Dirigentin, kamen der Bitte nach, und unsere Vorträge kamen bei den Besuchern auch gut an.

Am Freitag, den 29. Mai wurde unser Ehrenmitglied Hans Wittvogel 75 Jahre alt. Er hatte uns dazu in sein Heim eingeladen, obwohl er schon durch eine schwere Krankheit gelitten hatte und noch sehr schwach war. Ständchen, die wir ihm gebracht hatten, fanden seine Anerkennung. Seine Angehörigen hatten im Haus für uns Platz geschaffen und reichlich für Essen und Trinken gesorgt. In gelöster Stimmung konnten wir mit ihm noch zusammen feiern. Doch schon bald danach wurde er erneut schwer krank und ist nun gerade am letzten Freitag, vor dem Tag der Jahreshauptversammlung, beigesetzt worden.

Wieder einmal zeigt sich, wie dicht beieinander Leid und Freud sein können. Schon am folgenden Tag, d.h. am 30. Mai erhielten wir Besuch von einem Verein aus Westfalen. Der MGV Ense-Bremen hatte sich mit seinen Angehörigen, das waren 80 Personen in 2 Bussen, angemeldet. Vorstand und Festausschuss hatten dafür gesorgt, dass sie zunächst Worpswede besichtigen konnten und am Abend in der Aula der Mittelpunktschule in angemessenem Rahmen mit uns feiern konnten. Mit 37 Sängern und der Dirigentin war unser Verein gut vertreten, und als sich beide Männerchöre zu einem gemeinsamen Lied "Rauschen die Quellen im Talesgrund" zusammenfanden, war das schon ein besonderes Erlebnis. Man merkte, den Gästen gefiel es bei uns, und sie luden uns zu einem Gegenbesuch ein. Vielleicht schaffen wir es.

Am Pfingstsonntag, den 7. Juni trafen wir uns zum traditionellen Pfingstsingen vor der Schützenhalle. Es begann, wie üblich, um 6.00 Uhr. Trotz des Wolken verhangenen Himmels und der frühen Stunde hatten sich ca. 200 Zuhörer eingefunden. Sie sangen auch gerne mit, als unsere Dirigentin sie im 2. Teil der Vorträge zum Mitsingen des Volksliedes "Die Gedanken sind frei" aufforderte. Danach fanden sich die Concorden zu einem stärkenden Frühstück im Gasthof "Zum Hemberg" ein. Nach dem Frühstück folgten Vorträge an unserem Vereinslokal und 4 Altenheimen. Dabei gewannen wir diesmal am Altenheim "Zur Post" den Eindruck, dass wir zu früh gekommen waren. Aber es ging weiter. Und nach dem Spaziergang durch den Wald und dem Singen vor den anderen Altenheimen endete der Vormittag, wie alljährlich, in froher Runde im Kaffeehaus Niedersachsen.

Auch beim Schützenfest am 21. Juni waren wir wieder dabei. Wir brachten dem König ein Ständchen und hatten uns mit einer erfolgreichen Mannschaft beim Pokalschießen der Vereine beteiligt.

Nach den Sommerferien begann unser Chor am 11. August wieder mit den Übungsabenden. Tief betroffen erhielten wir 14 Tage später, am 25. August, die Nachricht vom Tode unseres langjährigen Freundes Johann Kück, der gerade 10 Tage zuvor seinen 68. Geburtstag gefeiert hatte. Über 3 Jahrzehnte hat er aktiv am Geschen des Chores mitgewirkt und davon mehr als 20 Jahre das Amt des Schriftführers ausgeübt. Wir gaben ihm am 27. August mit der Dirigentin und 28 Sängern das letzte Geleit und sangen bei der Trauerfeier in der Zionskirche.

"Freud und Leid liegen oft dicht beieinander" hieß es schon einmal in diesem Bericht. Für den Tag darauf, für Freitag, den 28. August, hatte uns unser langjähriges förderndes Mitglied Karl Kommerau zu seiner Geburtstagsfeier im "Grasberger Hof" eingeladen. Es war sein 80. Geburtstag. Fröhlich klangen wieder die Stimmen, und das Geburtstagskind stattete uns in Form von Speis und Trank seinen Dank ab.

Für Sonntag, den 30. August hatte Sangesfreund Wolfgang Wedelich zu einem Frühschoppen anlässlich eines Betriebsjubiläums bei seiner Firma eingeladen. Wer daran teilnahm, merkte bald, dass Fröhlichkeit ansteckend ist.

Schon am Sonntag darauf, am 6. September, war das Worpsweder Erntefest. Wie in den Vorjahren hatten wir zugesagt, nach dem Umzug auf dem Festplatz durch Liedbeiträge mitzuwirken. Unsere beiden Lieder "Aus vollem Herzen danken wir" und "Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land" in Sätzen von Max Baumann bzw. Adelheid Geck kamen bei den Festbesuchern sehr gut an. Doch wurde auch in diesem Jahr darüber geklagt, dass die Lautsprecherübertragung nicht überall gut war.

Im Bürgerhaus Bremen-Vegesack gab am 20. September der Sängerkreis Bremen ein Konzert. Wir waren zur Verstärkung des Chores eingeladen und haben, soviel ich weiß, auch erfolgreich mitgewirkt.

Der Förderverein zur Erhaltung der Zionskirche in Worpswede veranstaltete am Sonntag, dem 4. Oktober, auf dem Areal der Mittelpunktschule ein Dorffest. Auch die Concorden waren eingeladen und haben durch mehrere Liedbeiträge zum Gelingen dieses Festes beigetragen.

Am 24. Oktober 1987 um 20.00 Uhr gab es im Nils-Stensen-Haus einen festlichen Kammermusikabend zum 70. Geburtstag des Komponisten Prof. Max Baumann. Dabei bildete das von ihm komponierte Erntelied "Aus vollem Herzen danken wir" den offiziellen Abschluss. Unsere verehrte Chorleiterin Frau Dr. Geck hatte es uns in mühevoller Arbeit so beigebracht, dass es vor den Ohren des kritischen Komponisten und auch beim anwesenden Publikum gut bestand.
Der Beifall zeigte es.
"Das Publikum", so hieß es in der Presse, "war höchst erfreut, Max Baumann noch als Chordirigenten zu erleben, denn spontan wünschten sich die Concorden "Die Nacht" von Franz Schubert unter seiner Leitung singen zu dürfen."
Wir empfanden es alle als eine sehr freundschaftliche Geste dieses Komponisten, dass er uns die Ehre gab. Den 33 Sängern, die dabei waren, wird dieser Abend sicher in guter Erinnerung bleiben.

Jedes Jahr lädt die Sängergruppe Osterholz zum so genannten Herbstsingen ein. Es war in diesem Jahr am Sonnabend, dem 7. November im "Lindenhof Pennigbüttel". Wir brachten aus unserem Repertoire "Sängerhilsen" von Edward Grieg und das "Erntedanklied" von Max Baumann zu Gehör.
Irrtümlich hatte man auf dem Programm statt Baumann Ledertheil gedruckt. Da es aber üblich ist, auf dem Programm anzugeben, von wem der Satz ist und nicht, von wem der Text stammt, war an dieser Stelle eine Berichtigung fällig. Der Text ist nämlich von unserem Chormitglied Arthur Ledertheil. Wenn das Herbstsingen auch kein Preissingen ist, glaube ich sagen zu können, dass wir bestimmt zu den besten Chören gehörten, die in Pennigbüttel auftraten. Wir wissen, wem wir es zu verdanken haben.

In der Adventszeit finden überall und von vielen Vereinen Weihnachtsfeiern statt. So am Sonnabend, dem 5. Dezember im Kreis "Südweder Schule" und am Sonntag, dem 20. Dezember im "Worpsweder Keller", wo der FCW feierte. Da unsere Chorleiterin verhindert war, uns am 5. Dezember zu dirigieren, hatte unser Sangesfreund Karl Weingart diese Aufgabe übernommen. Er hat es, meiner Meinung nach, gut gemeistert und beide Vortragsteile, den ernsten, besinnlichen, auf Weihnachten ausgerichteten Teil und den volksliedhaften zweiten Teil, mit Bravour geschafft. Der Beifall blieb nicht aus. Zwischen beiden Teilen wurden wir mit Kaffee und Kuchen bewirtet.
Auch die Feier des Sportvereins wurde durch unsere Lieder belebt und bereichert.

Dazwischen war unsere Weihnachtsfeier, und zwar am 12. 12. im Gemeindesaal "Alte Schule". Der Festausschuss hatte wieder einmal vorzüglich vorgesorgt. Die Tischreihen waren festlich gedeckt und nach kurzen Begrüßungsworten durch den 1. Vorsitzenden Adolf Schnaars konnten sich alle Sänger und ihre Gäste an einem erstklassigen Essen und teils an gespendeten Getränken laben. Dann erklangen Chorlieder, die in den weihnachtlichen Rahmen passten und allgemein die Zuhörer erfreuten. Außerdem gehörten Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft als fördernde Mitglieder in das Programm. 17 Mitglieder wären zu ehren gewesen, aber nur 5 waren am Abend anwesend, als die Ehrennadeln durch den Vorsitzenden ausgegeben bzw. angesteckt wurden.
Ein musikalischer Leckerbissen war der Vortrag eines Klavierkonzerts auf' dem Flügel durch unseren Freund Prof. Max Baumann. Ein Wortbeitrag von Karl Weingart, der Geschichten in Plattdeutsch von Kinau vorlas, fand ebenfalls viel Zustimmung. Man erinnerte sich dabei an unseren verstorbenen Schriftführer Johann Kück, dessen Ehefrau an dem Abend auch bei uns war. Natürlich wurden auch die Verdienste von Prof. Dr. Heidi Geck gewürdigt. Gegen 23.30 Uhr ging dieser harmonische Abend zu Ende.

Zum Schluss sei noch allen gedankt, die durch ihren Einsatz, durch fleißigen Besuch der Übungsabende geholfen haben, dass unser MGV Concordia ein hohes Ansehen genießt. Der größte Dank gehört natürlich unserer Chorleiterin, die unermüdlich, in Geduld und viel pädagogischem Geschick uns Freude am Singen und Können vermittelt. Wir wissen, dass durch sie die Concorden immer neue Freunde finden oder finden können, so dass der Bestand des Chores erhalten blieb, trotz mancher schmerzlicher Abgänge.
Möge das neue Jahr 1988, in dem wir das 125-jährige Bestehen des Männergesangvereins Concordia feiern wollen, ein erfolgreiches sein.
Jeder von uns kann dazu beitragen und sollte es auch tun.

Erich Marks - Stellvertretender Schriftführer
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