Chronik 1988

Chor 1988

Chor 1988


CHOR 1988 -
von links oben

1. Reihe: D. Weiser O. Tönnisen G. Hildebrand H. Worthmann N. Tönnisen D. Heering A. Uffelmann W. Wedelich K. Schulken

2. Reihe: H. Grimm H. Kommerau G. Gerken W. Theile H. Meyer J. Koll G. Romatzki W. Platz U. Helmke H. Hubert

3. Reihe: R. Wendelken H. Rummel H. Liedke J. Lehmann H. Kommerau H. Pelke H. Pesalla G. Sobottka K. Weingart N. Vagt H. Rickert

4. Reihe: H. Scheibner A. Ledertheil H. Fahron Dr. A. Geck A. Schnaars K. Nienstedt E. Marks

1988

Am 5. Januar trafen sich 37 Sänger, sichtlich erholt von den Weihnachtsferien, zum ersten Singabend 1988. Am 8. Januar fanden wir uns wieder zusammen, aber leider zu einem traurigen Anlass. Unser Sangesfreund Hans Wittvogel wurde von seiner schweren Krankheit erlöst. Wir Sangesfreunde trugen ihn zu Grabe, und bei der Totenfeier sangen wir zwei Lieder. In Hans Wittvogel verloren wir einen Sangesfreund, der 38 Jahre zu den Concorden gehörte. Was Hans Wittvogel für den Verein getan hat, das können nur die Sänger beurteilen, die mit ihm in unserem Verein 38 Jahre Sangesfreund waren.

Die Jahreshauptversammlung am 12. Januar in unserem Vereinslokal wurde von unserer Dirigentin Frau Dr. Geck und 34 aktiven Sängern besucht. Die Berichte wiesen einen ansteigenden Besuch der Singabende und Auftritte aus. Der Mitgliederbestand hatte sich etwas erhöht. Auch der Kassenbestand zeigte einen kleinen Gewinn auf.
Die Wahl des Vorstandes und der Ausschüsse setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorsitzender: Adolf Schnaars
2. Vorsitzender: Karl Weingart
1. Schriftführer: Gerhard Sobottka
2. Schriftführer: Erich Marks
1. Kassenwart: Wolfgang Platz
2. Kassenwart: Karl Schulken
Fahnenträger: Hagen Hubert
Begleiter: Wolfgang Wedelich, Norbert Vagt
Pressewart: Volker Bemmann, -vertreter: Wolfgang Wedelich
Festausschuss: Volker Bemmann, Hagen Hubert, Jürgen Kassler,
Joseph Koll, Hermann Pelke, Artur Ledertheil, Norbert Vagt.
Musikausschuss: 1. Tenor: Gevert Gerken, 2. Tenor: Heinz Uffelmann,
1. Bass: Günther Romatzki, 2. Bass: Karl Weingart
Kassenrevisoren: Jürgen Kassler, Dieter Heering

Am 15.1. kam der neu gewählte Vorstand zur ersten Vorstandssitzung zusammen. Dieser Abend war nur auf die 125-Jahr-Feier ausgerichtet.
Es wurden die ersten konkreten Beschlüsse gefasst und eine Arbeitsteilung für den ganzen Vorstand beschlossen. Es war auch nicht mehr viel Zeit zu verlieren, denn am 22.4. sollte ja der Kommersabend stattfinden. Dieser Vorstandssitzung folgten noch einige andere Zusammenkünfte, die immer darauf ausgerichtet waren, anfallende Probleme möglicht schnell zu bereinigen. Probleme gab es weiß Gott genug. Von der Spendenaktion über Einladungen, Programme bis zu Hans Hubert, der uns Berichte für die Festzeitschrift schreiben wollte.

Zwischen diesen Vorbereitungen gab es dann noch einige kleine Festlichkeiten zu feiern:

Karl Schulken wurde am 20.1.88 60 Jahre alt. Zur Jubelfeier waren wir am 22.1. in sein Café geladen. Nach einem Ständchen der Sangesfreunde wurden wir mit Essen und Trinken reichlich bewirtet. Bei Gesang und guter Laune verlebten wir einige schöne Stunden. Es war ein gelungener Abend.

Am 17. Februar 88 war schon wieder ein Wiegenfest. Unser Sangesfreund Hans Scheibner wurde 70 Jahre alt. Diesen Tag wollte er gern im Kreise seiner Sangesfreunde begehen und lud uns in "Ludwigs Kneipe" zum Imbiss und Umtrunk ein. Auch an diesem Abend standen Gesang und gute Laune an erster Stelle. Hans Scheibner freute sich riesig, dass so viele Sänger seiner Einladung gefolgt waren.

Der 29. April war auch für eine Geburtstagsfeier reserviert. Unserer Sangesfreund Hinrich Grimm wurde 60 Jahre alt. 35 Sänger kamen seiner Einladung nach und sangen ihm ein Begrüßungsständchen.
Nachdem er seinen Geburtstagsbaum überreicht bekommen hatte, wurden wir in ein kleines Zelt zu Speis und Trank gebeten. Seine Familie hatte sich sehr viel Arbeit gemacht, um uns den Tag nicht so schnell vergessen zu lassen.
Es wurde ein fröhlicher Abend. Spätheimkehrer soll es auch gegeben haben.

Ein Geschenk von Hinrich Grimm - 125 Jahre MGV

Unsere Fahne - Vorderseite

Unsere Fahne - Vorderseite

in Kupfer getrieben von Hinrich Grimm ( ca. 50x70 cm )

Unsere Fahne - Rückseite

Unsere Fahne - Rückseite


Unsere 125-Jahr-Feier rückte nun immer näher. Nach den wochenlangen Vorbereitungen und zusätzlichen Übungsabenden war es endlich soweit.
Am 22. April 88 um 19.00 Uhr eröffneten wir unseren Kommersabend. Zu diesem Abend hatten wir die Vorstände der örtlichen Vereinen, Behörden, unsere Spender für die Festzeitschrift, die passiven Mitglieder, Sangesfreunde und Bekannte geladen. In dem geschmückten Saal, der von den Gärtnereien H. Gerdes und H. Wittvogel, kostenlos für uns mit Blumen und Gebinden dekoriert war, konnten wir eine sehr große Anzahl Gäste begrüßen, die unserer Einladung gefolgt waren. Allen voran unser Bürgermeister Johann Kück, der auch die Schirmherrschaft für unsere Feier übernommen hatte. Es folgten nun Liedvorträge, die von unserer Chorleiterin Frau Dr. Geck sorgfältig eingeübt worden waren und nun von unserem Sangesfreund Karl Weingart launig eingeleitet wurden. Mit Unterstützung der Tanzgruppe Schlussdorf und Heinz Erhard (alias Willi Seidel) war es für Sänger und Gäste ein gelungener Abend. Ich möchte nicht die vielen Gratulanten vergessen, die uns mit Grüssen, kleinen Vorträgen und Geschenken bedachten.


Unsere Hauptfeier war dann am 23. April 1988.
Zu diesem Tage hatten wir die Chöre Moorende, den Gemischten Chor Vierhöfen und die Chöre unserer Kreisgruppe eingeladen. Um 18.00 Uhr versammelten sich die Chöre beim Kaffee Worpswede. Hier begannen ein öffentliches Singen der einzelnen Chöre sowie das Gemeinschaftssingen. Trotz des etwas kühlen Wetters hatten sich doch sehr viel Zuhörer eingefunden, und am Ende hatten sich die Sänger auch warm gesungen.
Danach begaben sich die Chöre in den Festsaal. Das Programm im Festsaal wurde dann von unserem Chor und dem Gemischten Chor aus Vierhöfen gestaltet. Als Gäste begrüßten wir unseren Bürgermeister Johann Kück, der auch die Festrede hielt, Martin Schnaars von der Kreisgruppe Osterholz und den Vorsitzenden des Sängerkreises Bremen, H. Scholz. Dieser überbrachte uns die Grüße des Sängerkreises Bremen und des Nordwestdeutschen Sängerbundes. Martin Schnaars übermittelte Glückwünsche der Kreisgruppe Osterholz. Gleichzeitig ehrte er die Sangesfreunde Herbert Pesalla und Adolf Schnaars für 25-jährige Zugehörigkeit zum Deutschen Sängerbund. Zwischen den einzelnen Liedvorträgen kamen immer wieder Abgeordnete der verschiedenen Chöre, um uns zum Jubiläum zu gratulieren.
Im Anschluss an die Lieder des Vierhöfener Gastchores unter der Leitung von Günther Patz und einem gemeinsamen Quodlibet, bei dem mehrere Texte und Musikstücke scherzhaft zusammen gestellt waren, sorgten die Mannen der Tanzkapelle "Take Five" für Stimmung im Saal. Nun wurde tüchtig das Tanzbein geschwungen.
Man kann sagen, es war eine rauschende Ballnacht, die für viele Sänger erst im Morgengrauen endete.

Dem Vorstand, der die 150- Jahr-Feier ausrichten soll, möchte ich den guten Rat geben, mit den Vorbereitungen dafür ein Jahr vorher zu beginnen. Der Zeitraum von 4 Monaten für unsere Vorbereitungen war einfach zu kurz.

Unsere nächsten Übungsabende waren ganz auf das Pfingstsingen ausgerichtet. Am 22. Mai trafen wir uns dann um 6.00 Uhr in der Frühe vor der Schützenhalle. Mit dem Lied "Die Sonn erwacht" hofften wir die letzten müden Schläfer aus den Betten zu holen. Es hatte sich schon eine große Zuhörergemeinde eingefunden. Mit besinnlichen und fröhlichen Liedern versuchten wir, unsere Zuhörer für ihr frühes Erscheinen zu belohnen.
Ein besondere Dank an unsere Chorleiterin Frau Dr. Geck. Sie hatte sich die Mühe gemacht, bekannte Volkslieder und Kanons abzudrucken und an die Zuhörer zu verteilen, um sie dann zwischen unseren Liedern in dieses Pfingstsingen einzubeziehen. Mit großer Begeisterung wurde dieses auch von den Zuhörern aufgenommen. Diese Stunde verging wie im Fluge.
Nun machten wir uns auf den Weg zum Gasthof "Zum Hemberg", um unser Frühstück einzunehmen. Es wurde ein fröhliches Pfingstfrühstück. Dann folgten die einzelnen Stationen, wo wir einige Lieder sangen und damit vorwiegend alte Menschen erfreuten: Erst an der Post mit dem bekannten Bommerlunder unseres Vereinswirtes Herbert Haar, dann am Altenheim Kruse, wo uns die älteren Herrschaften schon erwarteten, und schließlich zu den beiden Altenheimen am Buchenhof.
Überall haben wir festgestellt, das dankbarste Publikum sind unsere alten Mitbewohner.
Zum Ausklang unsres Pfingstsingens zogen wir dann zum "Kaffeehaus Niedersachsen". Draußen an langen Tischen, bei Sonnenschein, einem Umtrunk und einigen fröhlichen Liedern endete unser Pfingstsingen. Dirigent dieses fröhlichen Ausklanges war unserer Sangesfreund Jupp Koll.

Vierzehn Tage später am 5. Juni, dem Worpsweder Schützenfest, brachten wir dem König Heiner Gerdes ein Ständchen. In schöner geschmückter Umgebung wurden wir freundlich bewirtet. Wir dankten dem König mit vier Liedern, voran das Worpsweder Schützenfestlied. Am Abend des ersten Schützenfesttages durften wir einen Pokal in Empfang nehmen. Er war der Preis für den 2. Platz, den unsere Mannschaft im Vereinsschießen erzielt hatte. Der 14. Juni war der letzte Singabend vor den Sommerferien.

Aus den Sommerferien trafen wir uns erholt am 2. August zum nächsten Singabend im Vereinslokal. Hier eröffnete uns Frau Dr. Geck, dass wir den zweiten Teil des Singabends in ihrem Garten fortsetzen sollten. Professor Baumann hatte für uns ein Fass aufgemacht. Es muss wohl sehr warm gewesen sein, denn die Flüssigkeit war schnell verbraucht. Es war eine schöne Übungsstunde und ich glaube, zur Nachahmung empfohlen.

Am 6. August kamen wir einer Bitte des Heimatvereins Worphausen nach und sangen im Festzelt einige fröhliche Lieder vor einem dankbaren Publikum.

Zum 12. August lag eine Einladung zur Geburtstagsfeier von unserem Sangesfreund Gerhard Sobottka vor. Er feierte seinen 60. Geburtstag. Nach dem Begrüßungsständchen durften wir in einem kleinen Festzelt Platz nehmen und uns bewirten lassen. Auch unserer Ehrendirigent Alfred Orgel war zur Feier gekommen. Wir verlebten einige schöne Stunden bei Gesang und guter Laune. Leider musste unsere Dirigentin Frau Dr. Geck uns früh verlassen.
Ich glaube, das Jahr 1988 war in unserem Verein das Jahr der Sechzigjährigen.

Unser neues Rathaus ging seiner Vollendung entgegen. Wir wurden deshalb gebeten, am 20. August in der Rathausdiele einen musikalischen Gruß zu überbringen. Dieses taten wir dann auch mit einer Reihe von besinnlichen und lustigen Liedern. Hierfür bedankten sich der Bürgermeister und der Gemeindedirektor herzlich.

An den nächsten Singabenden mussten wir uns musikalisch auf das Erntefest vorbereiten. Am 4. September sangen wir auf dem Festplatz zwei Lieder, um der Abschlussfeier einen würdigen Rahmen zu geben.
Der nächste Singabend endete für uns mit einer Überraschung. Frau Dr. Geck offenbarte uns, dass wir am 28. Mai 1989 beim Sonntagskonzert des ZDF mitwirken sollten. Wir werden nun wohl einige zusätzliche Übungsabende einplanen, denn die Lieder müssen auswendig gesungen werden. Der Verein hat diesem Auftritt zugestimmt. Wir hoffen alle, dass die Sangesbrüder so kollegial sind, dass sie jeden Singabend besuchen, um zum guten Gelingen dieses Konzertes beizutragen.

Das Herbstsingen der Kreisgruppe Osterholz war dieses Jahr am 22. Oktober in Oldenbüttel. Es war auch gleichzeitig die 75-Jahr-Feier des Männergesangvereins Ströhe-Spreddig. Neu an der Feier war, dass die Fahnenabordnung in den Saal einmarschierte, um später dann die Fahnenbänder als Erinnerung an das Jubiläum an ihren Fahnen zu befestigen.
Wir beteiligten uns mit zwei Liedern am Festprogramm. Die Leitung des Chores hatte an dem Tag unser Hilfsdirigent Karl Weingart. Ich glaube, er hat uns als Chor ganz gut vorgeführt.

Für den 29. Oktober lag schon wieder eine Einladung vor. Dieses Mal waren sogar unsere Frauen dazu geladen. Diese Einladung kam von Anna und Heinz Kommerau zu ihrer Silberhochzeit im Grasberger Hof. Nach Gesang, vielen Ehrungen, Vorträgen und einem reichlichen Hochzeitsmahl wurde das Tanzbein geschwungen. Es war eine rauschende Hochzeitsfeier. Für manche endete sie, habe ich mir sagen lassen, am frühen Morgen.

Unsere diesjährige Weihnachtsfeier mussten wir schon auf den 3. Dezember legen.
Es ist in Worpswede sehr schwierig ein Lokal zu finden, in dem man in einem größeren Kreis angemessen speisen und feiern kann. Nach langen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten beschloss die Versammlung, die Weihnachtsfeier im Worpsweder Landhaus zu feiern. Der Festausschuss wurde beauftragt, die dafür notwendigen Vorbereitungen zum guten Gelingen des Festes zu treffen. Eingeladen waren unsere Ehefrauen und alle passiven Mitglieder.
Die Feier verlief sehr harmonisch. Nach einem reichhaltigen Menü, einigen Liedvorträgen, sowie Gedichten und Vorträgen einiger Sangesfreunde verbrachten wir zusammen einige besinnliche Stunden. Ich glaube, unsere Ehefrauen und Gäste fühlten sich an diesem Abend in unserem Kreise sehr wohl. Einen besonderen Dank möchte ich Hagen Hubert aussprechen, der sich alleine um die Ausrichtung der Weihnachtsfeier kümmerte. In den Festausschuss wurden jedoch 7 Sangesfreunde gewählt.
Bei der Weihnachtsfeier gab Frau Dr. Geck bekannt, dass wir am 11. Februar 1989 nach Hannover ins Studio des NDR fahren müssten, um die Lieder für das Sonntagskonzert aufzuzeichnen. Wir können deshalb bis dahin auch keinen Übungsabend ausfallen lassen. Somit haben wir im Dezember noch 3 Übungsabende abgehalten, um dann bis zum 3. Januar 1989 in die verdienten Weihnachtsferien zu gehen.
Damit endete das Vereinsjahr 1988. Ich denke, es war für uns sehr erfolgreich.

Diesen Erfolg verdanken wir zum größten Teil unserer Chorleiterin Frau Dr. Geck. Ich wünsche unserem Verein für das Jahr 1989 eine weiterhin ansteigende Tendenz und allen Sangesfreunden im kommenden Jahr gute Gesundheit. Mögen alle Sangesfreunde im Jahre 1989 die Übungsabende
zahlreich besuchen, um damit auch unserer Chorleiterin Frau Dr. Geck Dank zu sagen für die Arbeit, die sie mit uns im kommenden Jahr hat.

Gerhard Sobottka, Schriftführer