Chronik 1989 bis 1991

1989

Am 24. Januar hielten wir unsere Generalversammlung ab. Es waren die Dirigentin und 33 Sänger zur Versammlung gekommen. Die Tagesordnungspunkte waren den Sängern schon eine Woche vorher bekannt. Da keine Einsprüche erhoben wurden, konnten die einzelnen Punkte zügig abgewickelt werden. Es standen auch keine Neuwahlen an. Lediglich ein neuer Kassenprüfer musste gewählt werden. Die Wahl fiel einstimmig auf Horst Kommerau. Ich möchte nicht noch einmal im Einzelnen auf die Tagesordnungspunkte eingehen, da dieses bereits im Protokoll vom 26. Januar 1989 geschehen ist.

Die Monate Januar und Februar waren für uns voll ausgebucht mit Proben und zusätzlichen Übungsabenden für das Sonntagskonzert. Am 11. Februar fuhren wir dann nach Hannover ins NDR-Studio. Hier im Studio sollten die Bandaufnahmen von unserem Gesang und dem Orchester aufgezeichnet werden. Nach anstrengenden Stunden war es dann endlich geschafft, und die Verantwortlichen waren mit uns zufrieden. So hatten wir nun Zeit bis zum 28. Mai, um uns auf den öffentlichen Auftritt vorzubereiten,

Am 18. Februar folgten wir einer Einladung unseres Sangesfreundes Hannes Bibelhausen zu seiner Silberhochzeit. Wir brachten einige Lieder zu Gehör und unserer Vorsitzender überreichte ein Geschenk. Das Silberpaar und seine Gäste waren sehr erfreut über unseren Gesang. Sie dankten uns mit viel Beifall und einem Umtrunk.

Unserer Sängerball fand am 4. März bei Tienken statt. Wir hatten dazu den Singkreis des Niels-Stensen-Hauses eingeladen. Da wir mit diesem Chor auch gemeinsam beim Sonntagskonzert auftreten sollten, war es für uns selbstverständlich, dieses auch zum Sängerball zu tun. Dieses gemeinsame Auftreten war für den Sängerball eine Bereicherung und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Unsere Liedvorträge gingen quer durch unser Repertoire: vom Volkslied über anspruchsvollen Chorgesang bis hin zu Seemannsliedern. Diese Mischung wurde vom Publikum mit großem Beifall bedacht. Der weitere Abend verlief sehr harmonisch, und es wurde bis lange nach Mitternacht das Tanzbein geschwungen.

Am 26. März feierte unser langjähriges Vereinsmitglied Hans Hubert seinen 80. Geburstag. Zum Gratulieren sind wir mit einer Abordnung und einem Geschenk zu seinem Empfang gegangen; über unser Kommen freute sich Hans Hubert sehr.

Der 8. April war wieder ein runder Geburtstag. Unser Ehrenchorleiter Alfred Orgel wurde 74 Jahre alt. Zu diesem Geburtstag lud er alle Sangesfreunde mit Frauen in Gerdes Landhaus ein. Bei guter Bewirtung mit Musik und Gesang verlebten wir einige schöne Stunden. Der Höhepunkt war, als unser lieber Alfred wieder seinen alten Chor dirigieren konnte und wir u.a. "Funiculi Funicula" singen konnten. Es war für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis.

Zur Goldenen Hochzeitsfeier am 14. April folgten wir einer Einladung von Sangesfreund Heinz Fahron in Dreyers Landhaus. Wir brachten dem Jubelpaar ein Ständchen mit gewünschten Liedern dar. Man dankte dem Chor mit viel Beifall und einem Imbiss.

Für unser Pfingstsingen am 14. Mai hatten wir in diesem Jahr einen anderen Standort gewählt. Beim Café Worpswede begannen wir um 6.00 Uhr unseren Sangesvortrag. Trotz geändertem Standort hatten sich schon zahlreiche Zuschauer und Zuhörer eingefunden. Frau Dr. Geck forderte die Zuhörer auf, sich mit einigen Liedern an unserem Gesang zu beteiligen. Ich glaube, die Zuhörer hatten bald das Gefühl, dieses Pfingstsingen mitgestaltet zu haben. Diese eine Stunde verging wie im Fluge. Nach dem Singen meinten wir, dass der Standort beim Café Worpswede nicht der Schlechteste gewesen sei. Nun führte unser Weg uns zum Hemberg, wo unser Frühstück schon auf uns wartete. Nach Speise und Trank wurde die Laune der Sänger immer fröhlicher. Mit dieser Fröhlichkeit machten wir uns auf den Weg zu den Altenheimen. Hier wurden wir auch schon sehnsüchtig erwartet. Unsere Fröhlichkeit übertrugen wir durch unseren Gesang auch auf die alten Menschen, die dann auch mit Beifall nicht sparten. Der Ausklang unseres Pfingstsingens war dann wieder der Fußmarsch zum Kaffehaus Niedersachsen. Beim kleinen Umtrunk und einigen fröhlichen Liedern endete für uns das Pfingstsingen 1989.

Am 26. Mai besuchte eine Abordnung unseres Chores den Gemischten Chor Borgfeld. Dieser Chor feierte sein 125-jähriges Bestehen. Unsere Abordnung überbrachte die Grüße unseres Chores verbunden mit einem Geldgeschenk. Zur Erinnerung erhielten wir ein Fahnenband.

Der 26./27. und 28. Mai waren für das Sonntagskonzert reserviert. Es waren anstrengende Tage mit viel Leerlauf. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, da dieses unser Karl Weingart bei der Jahresabschlussfeier schon getan hat. Es war schön, einmal bei einer Livesendung dabei zu sein. Gleichzeitig am 28. Mai war das Worpsweder Schützenfest. Trotz der Belastung durch das Sonntagskonzert trafen sich die meisten Sänger beim Schützenkönig, um ihm das traditionelle Ständchen zu bringen. Beim Umtrunk und guter Laune wurden einige Lieder dem Schützenkönig und den Gästen dargebracht. Vom Schützenfest ist noch zu berichten, dass unser Sangesfreund Uwe Helmke als Einzelschütze beim Vereinsschießen einen Pokal errungen hat.

Am 21. Juni hatten wir im Rathaussaal einen Filmabend. Der Film war die Aufzeichnung vom ZDF-Sonntagskonzert. Hier konnten wir uns noch einmal in voller Aktion sehen. Anschließend haben wir noch über Positives und Negatives dieser Sendung diskutiert.

Einer Einladung zur Silberhochzeitsfeier unseres Sangesfreundes Horst Kommerau folgten wir am 8. Juli nach Karlshöfen. Wir sangen einige gewünschte Lieder und wurden dann mit Speis und Trank bewirtet.

Der 12. Juli war der letzte Junggesellentag von Gerhard Monsees. Wir waren eingeladen, um ihm diesen Tag mit einigen Lieder zu verschönen. Nach unserem Gesang gab es Gutes zu essen und zu trinken. Der Abend wurde für einige Sänger noch sehr lang.

Zum Ernst-Licht-Abend am 14. Juli in der Rathausdiele hatte uns Frau Licht gebeten, zwei Lieder ihres Mannes vorzutragen. Trotz der vielen Termine, die wir in der letzten Zeit gehabt hatten, war doch eine große Anzahl Sänger gekommen, so dass wir die Lieder vortragen konnten.

Nach der Sommerpause bereiteten wir uns bei den Übungsabenden auf das Worpsweder Erntefest vor. In diesem Jahr nahmen wir bei dem Umzug durch den Ort mit dem ganzen Chor und der Fahne teil. Bei der Abschlussfeier auf dem Weyerberg sangen wir wieder zwei Lieder.

Die Südweder feierten die 225-jährige Gründung ihres Dorfes. Man hatte uns gebeten, diese Feier mit einigen Liedern zu bereichern. Dieser Bitte haben wir auch entsprochen. Man sollte bei solchen Feierlichkeiten dem Chor aber auch einen Standort zur Verfügung stellen, an dem er sich voll entfalten kann. Die Zuhörer und die Sänger sollten am Gesang Freude haben. Ich finde, unsere Übungsabende sind zu schade, um an Veranstaltungen teilzunehmen, an denen nur unsere Anwesenheit registriert wird.

Zum kirchlichen Dorffest am 1. Oktober vor dem Gemeindehaus sangen wir wieder vor einer großen Zuhörerschar. Wir erfreuten die Zuhörer mit einer Anzahl fröhlicher Lieder und ernteten reichlich Beifall.

Für den 8. Oktober hatten wir eine Einladung von unserem Sangesfreund Hinrich Meyer zur Feier seines 70. Geburtstages in seinem Hause erhalten. Dieses sollte ein Frühschoppen werden. Durch die gute Bewirtung der Familie Meyer wurde es ein ausgedehnter Frühschoppen.

Wochendfahrt nach Ense-Bremen am 14.-15.10.1989.
(Dieser Bericht stammt aus der Feder von Sangesfreund Karl Weingart)

"Am Sonnabendmorgen um 8.00 Uhr ging es los. Sandjogi sammelte seine Mitfahrer ein, und dann konnte er auf der Autobahn seinen Gefühlen freien Lauf lassen. Nach einem kleinen Umweg und einer Irrfahrt mit einem tollen Wendemanöver auf schmaler Straße landeten wir wohlbehalten am Treffpunkt. Zur Stärkung gab es zunächst eine deftige Erbsensuppe. Durch unsere verspätete Ankunft war ein Stadtbummel durch Soest mit seinen alten Fachwerkhäusern sowie Erinnerungen an Grimmelshausen und Otto Modersohn zeitlich nicht mehr drin. Aber zu einem Ausflug zur Möhnetalsperre mit Gang über die Staumauer und einem Ständchen in einem der Türme (wegen des guten Tones) hat es noch gelangt, bevor die Quartiere verteilt wurden. Um 18.00 Uhr versammelten wir uns wieder zum Abendessen. Es gab ein Schnitzel, das unter seinen Beilagen immer größer wurde, und man hatte einen harten Kampf zu bestehen, die Reste auf seinem Teller zu vertilgen. So gestärkt ging es auf einem schmalen Steg über den Bach zur Schützenhalle zum großen Weinfest. Zuvor gab es jedoch ein Chorkonzert von fünf Chören, dessen Beginn wir über dem Einsingen im Nebenraum fast verpaßt hätten.

Aufgelockert wurde das Ganze durch eine Volkstanzgruppe, denen allerdings die Männer fehlten. Daher holten sich die Damen die Vorsitzenden der beteiligten Vereine, und damit ging es nahtlos zum Tanz über. Die herrliche Aufnahme durch den gastgebenden Verein sowie eine Musik, die für jeden etwas brachte, ergaben eine Stimmung, die bis weit in den nächten Morgen anhielt, ja, die sich sogar bis in die Quartiere fortgesetzt haben soll. Zumindest sah man beim Treffen zum Frühschoppen am nächsten Morgen noch einige leicht zerknautschte Gesichter. Auch die Kehlen waren leicht angerauht, aber es gelang doch beiden Chören ein gemeinsames Singen, welches allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.

Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames Mittagessen: Grünkohl mit Pinkel, Wurst und Braten satt. Dann stand Heinz Kommerau mit dem Bus bereit, uns wieder nach Hause zu karren. Nach einem nicht endenwollenden Abschiednehmen, bei dem es in manchem Auge leicht feucht glitzerte, wurden wir dann mit wehenden Taschentüchern nach Hause gewinkt.

Neben dem besonderen Dank an unsere Gastgeber für die herzliche Aufnahme und die hervorragende Organisation ein herzliches Danke an Heinz Kommerau für die Fahrerei. Alles in allem war es ein gelungenes Wochenende, und der Kontakt mit dem MGV Harmonie Ense-Bremen ist es wert, gepflegt und ausgebaut zu werden."

Eine Abordnung besuchte am 28. Oktober unseren Freundschaftschor Vierhöfen. Die Vierhöfener feierten ihr Herbstfest, an dem wir eigentlich mit unserem Chor teilnehmen sollten. Da der Termin so kurz nach unserer Fahrt nach Ense-Bremen war, mussten wir diese Teilnahme leider absagen. Wir versprachen, die Einladung im Jahre 1990 nachzuholen.

Am 4. November sammelte unser Sandjogi wieder seine Sangesfreunde ein, um sie dann nach Osterholz-Scharmbeck zu bringen. Unser Sangesfreund Wilfried Theile hatte uns zu seinem 60. Geburtstag geladen. Nach einigen von ihm gewünschten Liedern verlebten wir mit seinen anderen Gästen bei Speis und Trank noch einige schöne Stunden. Um 22.00 Uhr traten wir dann unsere Rückfahrt an. Nochmals ein Dankeschön an unseren Heinz Kommerau.

Nicht Weihnachtsfeier, sondern eine Jahresabschlußfeier hatten wir in diesem Jahr am 8. Dezember im Gasthof zum Hemberg. Dieses war auf der letzten Generalversammlung beschlossen worden. Nachdem einige Sangesfreunde mit diesem Beschluss nicht einverstanden gewesen waren, war dann die Beteiligung an der Feier doch sehr erfreulich. Die Sangesfreunde waren zu 90 % erschienen. Ich glaube, wer an diesem Abend sich nicht wohl fühlte, der wird sich auch in einer anderen Umgebung nicht wohlfühlen. Einen herzlichen Dank an unseren Arthur Ledertheil für die wunderbare Festzeitschrift über den Jahresablauf unseres Vereins.

Zum Jahresende am 29. Dezember hatten wir dann noch einen 60. Geburtstag zu feiern. Unser Jupp Koll lud die Sänger nach Dannenberg ein, um sie an seinem Geburtstag teilnehmen zu lassen. Wir legten noch einen Übungsabend ein, um seine gewünschten Lieder noch einmal zu proben. Leider mussten wir mit einem Hilfsdirigenten zur Feier fahren, denn unsere Dirigentin Frau Dr. Geck stand uns nicht zur Verfügung.
Bei den Liedvorträgen waren wir dann aber alle über unseren neuen Jungdirigenten Günter Hildebrandt überrascht. Er leitete uns an diesem Abend mit einer Sicherheit, als wenn er dieses schon öfters getan hätte.
Über dieses Lob vergesse ich ganz unseren Jupp Koll. Dieser hat sich über unser Kommen und unsere Liedvorträge sehr gefreut. Wir verlebten im Kreise seiner anderen Gäste einige schöne Stunden. Dabei konnten die Sangesfreunde sich ausgiebig an Speis und Trank laben. Vielen Dank, Jupp Koll.

Wenn wir noch einmal auf unser Vereinsjahr 1989 zurückschauen, dann können wir wohl sagen, es war ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr. Diesen Erfolg verdanken wir unserer Chorleiterin Frau Dr. Geck. Auch möchte ich nicht den Vorstand und unsere Stammsänger vergessen.
Ich wünsche unserem Verein für das Jahr 1990 eine ansteigende Tendenz. Frau Dr. Geck und allen Sangesfreunden im kommenden Jahr gute Gesundheit und viel Erfolg. Mögen alle Sangesfreunde sich den Wunsch erfüllen, an allen Übungsabenden teilnehmen zu können.

Gehard Sobottka, Schriftführer



1990

Zu unserem ersten Singabend 1990 kamen wir am 5. Januar zusammen. Die Ruhe der Feiertage hatte allen Sängern sichtlich gut getan. So konnten wir die letzten intensiven Proben für unseren Sängerball entspannt angehen.

Nach einer Generalprobe am 26. Januar feierten wir unseren Sängerball am 27. Januar im Gasthaus Tienken in Neu-Sankt-Jürgen. Die von uns zu Gehör gebrachten Lieder aus unserem Repertoire wurden vom Publikum mit viel Beifall aufgenommen. Leider musste wieder ein Rückgang der Gästezahl beklagt werden.

Unsere Generalversammlung hielten wir am 30. Januar ab. Es waren 33 Sänger, unsere Dirigentin Frau Dr. Geck und unser Ehrendirigent Alfred Orgel anwesend. Es standen Neuwahlen an. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Das Protokoll vom 3. Februar 1990 berichtete über die weiteren Punkte dieser Generalversammlung ausführlich.

Auf dem Sängertag des Nordwestdeutschen Sängerbundes am 3. März in Bremen wurden wir durch die Sangesfreunde Hinrich Meyer und Walter Blume vertreten.

Ein Geburtstagsständchen zum 80. Geburtstag brachten wir unserem passiven Mitglied Albert Reiners am 20. April.

Zum Auftakt des Worpswede Marktes am 28. April waren wir durch Liedvorträge bei der Eröffnungsfeier vertreten.

Am 8. Mai verstarb unser aktives Mitglied Volker Bemmann. Unser Erscheinen als Chor zu seiner Beerdigung war nicht erwünscht.

Zum 500-jährigen Bestehen der Post fand am 19. Mai eine Jubiläumsfahrt von zwei Postkutschen nach Worpswede statt. Unsere Aufgabe war es, diese Kutschen musikalisch zu begrüßen.

Zur Silberhochzeit unseres Vorsitzenden Adolf Schnaars am 1. Juni gratulierte der Verein mit einem Strauß gewünschter Lieder. Zum Dank gab es für die Sänger Speisen und einen Umtrunk.

Zum traditionellen Pfingstsingen trafen wir uns am 3. Juni um 6.00 Uhr beim Café Worpswede. Bei unserem einstündigen Liedervortrag konnten wir auch das Publikum in unser Singen einbeziehen. Anschließend frühstückten wir gemeinsam im "Hemberg". Es folgte unser Singen in den Altenheimen, in denen wir schon erwartet wurden. Die letzte Station unseres Pfingstsingens war wie immer das Kaffeehaus Niedersachsen. Bei einem Umtrunk und einigen weiteren Liedern fand dieser Vormittag einen geselligen Ausklang.

Zum Schützenfest am 10. Juni machten wir dem Schützenkönig mit einem Ständchen unsere Aufwartung.

Der 19. Juli war für unseren Verein ein trauriger Tag. Unser Ehrenchorleiter Alfred Orgel hatte uns für immer verlassen. Am 24. Juli trugen wir ihn zu Grabe, und in der Kirche nahmen wir mit nahezu allen aktiven Sängern musikalisch von ihm Abschied.

Unser Sangesfreund Karl Nienstedt feierte am 30. Juli seinen 70. Geburtstag in "Gerdes Landhaus". Wir brachten einige gewünschte Lieder zu Gehör, und uns wurde mit Speis und Trank gedankt. Gleichzeitig
überreichte unser Vorsitzender dem Geburtstagskind die goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes für 40-jährige Zugehörigkeit.

Das Worpsweder Erntefest am 2. September wurde wieder von uns mitgestaltet. Wir sangen dieses Mal mit der instrumentalen Begleitung des Posaunenchores. Die Lösung scheint aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Anlässlich des Dorffestes am 30. September bei der Alten Schule wurden auch wir eingeladen. Mit dem Vortrag einiger lustiger Lieder sind wir dieser Einladung nachgekommen.

Am 13. Oktober fuhren wir zum Kreischorfest nach Pennigbüttel. An diesem Tag feierte der MGV Pennigbüttel auch sein 90-jähriges Stiftungsfest. Wir waren mit zwei Liedvorträgen vertreten. Anschließend erhielten wir ein Fahnenband.

In diesem Jahr entfiel unsere Ausflugsfahrt. Stattdessen fand unsere Freimarktsfeier am 20. Oktober im Café Worpswede statt. Nach einem sehr guten Essen konnten wir unser Tanzbein schwingen. Zum geselligen Verlauf des Abends trugen nicht zuletzt geistige Getränke bei.

Nachdem wir uns seit längerer Zeit um ein neues Vereinslokal bemüht hatten, sind wir im Café Worpswede fündig geworden. Nach einem Probesingen fanden wir den Raum sehr geeignet für uns. Am 30. Oktober wurde über das neue Vereinslokal abgestimmt. Anwesend waren 27 Sänger und die Dirigentin. Mit "Ja" stimmten 23 Sänger, mit "Nein" 4 Sänger, und es gab eine Enthaltung. Somit war der Wechsel des Vereinslokals beschlossen. Am 13. November nahmen wir dann unsere Übungsabende im Café Worpswede auf.

Unsere Jahresabschlussfeier am 7. Dezember hielten wir wieder im Gasthof zum Hemberg ab. Nach der Begrüßung der Sangesfreunde, unserer Dirigentin Frau Dr. Geck und unseres Mitgliedes Prof. Baumann verlebten wir nach einem guten Essen einen geselligen Abend, in dessen Verlauf so manches Lied gesungen wurde.

Von der Arbeiterwohlfahrt wurden wir gebeten, am 8. Dezember zur Adventsfeier für alte Menschen das Programm mitzugestalten. Wir gaben einige Lieder zu Gehör, und mit dem Niels-Stensen-Chor trugen wir musikalisch die Weihnachtsgeschichte vor.

Unser letzter Singabend 1990 war der 18. Dezember. Gleichzeitig war es auch der letzte Übungsabend unter der Leitung unserer Dirigentin Frau Dr. Geck. Sie erklärte uns überraschend ihren Rücktritt. Für die meisten Sänger war es doch ein ziemlicher Schock und für den Verein ein herber Verlust. Diesen Verlust werden wir nicht so schnell ausgleichen können. Wir müssen im neuen Jahr versuchen, diese Lücke baldmöglichst zu schließen. Gleichzeitig aber sollten wir uns befleißigen, weiter pünktlich und vollständig an den Übungsabenden teilzunehmen.

Uns aktiven Mitgliedern gebe ich mit auf den Weg ins neue Vereinsjahr, dass wir unseren neuen Chorleiter alle erdenkliche Hilfe geben und ihm in allen Übungsstunden mit Ruhe, Aufmerksamkeit und Sangesfreude unterstützen. Mit dieser Unterstützung sollte es uns gemeinsam gelingen, unseren musikalischen Leistungsstand zu erhalten. Damit wird dem MGV Concordia ein erfolgreiches 1991 gewiss sein.

Gerhard Sobottka, Schriftführer



1991

Unseren ersten Übungsabend im neuen Jahr hatten wir am 8. Januar unter der Führung des neuen Dirigenten Günter Hildebrandt. Diesen Abend nutzten wir zum Kennenlernen.

Am 5. Februar hielten wir unsere Jahreshauptversammlung im Vereinslokal ab. Die Versammlung war von 33 aktiven Sängern besucht. Da keine Neuwahlen anstanden und dem Vorstand Entlastung erteilt wurde, konnten die Tagesordnungspunkte zügig abgehandelt werden. Über alle Einzelheiten der Generalversammlung berichtete ich in dem Protokoll vom 4. Februar 1991.

Der 18. März war für Heinz Uffelmann ein Jubelfest. Er wurde 70 Jahre alt. Ins Café Worpswede waren Verwandte und Freunde von ihm geladen. Wir Sänger durften auch mitfeiern. Als Dank brachten wir ihm und seinen Gästen einen Reigen bunter Lieder zu Gehör.

Udo Schützes Hochzeit war für den 27. April angesagt. Wir Sänger brachten ihm und seinen Gästen ein Ständchen dar. Leider hatten wir einen schlechten Standort für unser Singen ausgewählt. Unsere Lieder sind akustisch beim Publikum nicht sehr gut angekommen. Seit der Hochzeitsfeier sind die Besuche zu den
Übungsabenden von Udo Schütze fast unterblieben. Haben wir etwas verkehrt gemacht?

Auf unseren traditionellen Sängerball hatten wir in diesem Jahr verzichtet. Da in unserer Gemeinde kein geeigneter Saal zur Verfügung steht und die Besucherzahlen weiter zurückgehen, hatten wir uns entschlossen, einen Tanz in den Mai durchzuführen. In unserem Vereinslokal im Café Worpswede fanden wir die geeigneten Räumlichkeiten. Der Festausschuss sorgte für eine gute Kapelle und eine große Tombola. Wir Sänger brachten unsere Fröhlichkeit mit, und unsere Gäste stimmten in die Fröhlichkeit mit ein. So verlebten wir dann einen schönen gemütlichen Abend. Am Ende des Festes kam der Wunsch auf, den Tanz in den Mai auch 1992 durchzuführen.

Unser Pfingstsingen am 19. Mai um 7.00 Uhr wurde wieder beim Café Worpswede abgehalten. Es hatten sich reichlich Zuhörer eingefunden, die sich dann auch an unserem Gesang rege beteiligten. Die Stunde ging wie im Fluge vorbei. Danach wartete unsere Vereinwirtin schon mit dem Frühstück auf uns. Es war ja ihre erste Pfingstbewirtung. Wir Sänger bedankten uns mit einigen Liedern.

Im Anschluss besuchten wir wieder mehrere Altenheime und überbrachten ihnen gesanglich unseren Pfingstgruß. Der Ausgang des Pfingstsingens endete wieder beim Kaffeehaus Niedersachsen mit einem Umtrunk und einigen fröhlichen Liedern.

Am 2. Juni feierte man das Worpsweder Schützenfest. Wir brachten dem Schützenkönig unser traditionelles Ständchen, und er dankte uns mit einem Umtrunk.

Das Kreischorfest wurde in diesem Jahr am 8. Juni von dem Gemischten Chor Hambergen ausgerichtet. Die Hambergener feierten ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum. Leider konnte unser Chor an diesem Fest nicht teilnehmen. In unserem Orte waren an diesem Tage einige Veranstaltungen, sodass das wir keinen singfähigen Chor aufstellen konnten.

Wie in jedem Jahr am 1. Sonntag im September waren wir beim Abschluss zum Erntefest mit zwei Liedern an der Gestaltung der Feier beteiligt.

Der 8. September war für uns Sänger kein freundlicher Tag. Unser langjähriger Sangesfreund und ehemaliger 2. Vorsitzender Heinz Fahron hatte für immer seine Augen geschlossen. Am 12. September trugen wir ihn zu Grabe. In der Kirche sangen wir zwei Lieder. Wer Heinz Fahron über lange Jahre kannte, weiß, was für einen guten Sangesfreund wir verloren haben.

Das Worpsweder Dorffest am 6. Oktober stand für uns Sänger unter keinem guten Stern. Da ein großer Teil der Sänger an dem Tage verhindert waren, fand sich nur ein kleines Häuflein mit Hilfsdirigenten ein. Der Gesang war dementsprechend. Man sollte in so einer Situation den Mut haben, beim Veranstalter den gesanglichen Vortrag abzusagen.

Unsere Herbstausfahrt führte uns für zwei Tage am 19. und 20. Oktober nach Elblingrode in den Harz. Wir waren zu Gast bei dem dortigen Gemischten Chor Elblingrode. Die Verbindung war durch die Familie Kommerau zustande gekommen. Unser Busfahrer Heinz Kommerau brachte uns hin und zurück. Vielen Dank noch Mal, lieber Heinz.
Am Tage haben wir die andere Seite des Harzes ausgiebig kennen gelernt. Der Abend war für fröhliches Beisammensein vorgesehen. Wir feierten mit den Elblingrodern einige schöne Stunden. Dabei lernten wir uns etwas näher kennen. Die Einladung zu einem Gegenbesuch nach Worpswede wurde von uns auch ausgesprochen. Der einzige Wermutstropfen des Aufenthalts war die Schlafgelegenheit bei bitterer Kälte. Wenn wir nicht soviel von innen eingeheizt hätten, wären wohl einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit leichten Erfrierungen nach Hause gekommen. Wir wurden wieder an die Pfadfinderzeiten erinnert. Aber viel Spaß haben wir doch gehabt.

Unsere Jahresabschlussfeier am 13. Dezember war zum ersten Mal im Café Worpswede. Die Vereinswirtin hatte sich mit dem Essen große Mühe gegeben. Es gab für jeden Sangesfreund Ente und Gans satt. Keiner beklagte sich, dass er hungrig nach Hause gegangen wäre. Die Stimmung war sehr gut, und so gingen die Stunden schnell dahin.

Noch einmal trafen wir uns am 17. Dezember zu einer Rundfahrt durch die Gemeinde. Diese Fahrt führte uns zu Sangesfreunden, die durch Krankheit nicht mehr aktiv an unseren Übungsabenden teilnehmen können. Wir brachten bei allen Sangesfreunden einige Lieder zu Gehör. Die Freude über unser Kommen konnte man in allen Gesichtern sehen. Man sollte diese Besuche öfters wiederholen.

Somit endete unser gesangliches Jahr 1991. Es gab bei den Übungsabenden im Jahr 1991 einigen Leerlauf, hervorgerufen durch den unregelmäßigen Besuch einiger Sänger. Wenn wir im Jahre 1992 wieder ein gesangliches Niveau erreichen wollen, so müssten alle Sänger regelmäßig, konzentriert und diszipliniert an den Übungsabenden teilnehmen. Wir erleichtern uns und vor allem unserem Dirigenten das Erarbeiten unseres neuen Liedgutes.
Nun wünsche ich allen Sängern für das Jahr 1992 alles Gute und gute Gesundheit.

Gerhard Sobottka, Schriftführer