Chronik 1998 bis 2000

1998

Am 13. Januar hielt der Verein seine Jahresgeneralversammlung im Vereinslokal ab. Hauptpunkt war die Wahl für den Liedausschuss. Der Ablauf der Versammlung ist im Protokoll vom 28.01.98 nachzulesen.

Die erste Chorprobe für das Großchorsingen fand gemeinsam mit den MGV Pennigbüttel und MGV Sängerlust Ströhe-Spreddig am 25.02.98 in der Turnhalle Pennigbüttel statt. Trotz verschiedener Notensätze desselben Liedes, eines akustisches Halleffektes und unterschiedlicher Dirigenten gelang uns allen, in dieser und den folgenden Chorproben ungewöhnlich konzentriert das Programm zu erarbeiten. Uns wird sicher in Erinnerung bleiben, dass wir im Stehen üben mussten und mit Händeklatschen auf den richtigen Rhythmus eingestimmt wurden. Gleichzeitig haben wir den Wunsch, zukünftig öfter mit anderen Männerchören gemeinsam zu üben, voneinander zu lernen und die Geselligkeit zu pflegen.

02. März: Beim Plattdeutschen Gottesdienst konnten wir zwei Lieder aus dem mittlerweile umfangreichen Repertoire plattdeutscher und geistlicher Lieder vortragen: "Loff und Pries" und "Mien God steiht mi bi". Als Gäste waren ebenfalls die Mevenstedter Theaterspieler gekommen, die in einem kurzen Bühnenstück anhand eines Blumengeschenkes die Auswirkungen zu geringer als auch zu großer Hinwendung zum Glauben darstellten. Nach mehreren Jahren der Mitwirkung an diesem Gottesdienst können wir bestätigen, dass seine besondere Form allen Besuchern ein besonderes Kirchenerlebnis vermittelt.

Zur Vorbereitung des Großchorkonzertes waren wir am 21.03 in der MZH in Hambergen erschienen, aber die teilnehmenden Chöre aus dem Großraum Hambergen hatten mit fleißigen Händen die meiste Arbeit bereits erledigt.
Die Organisation hinter dem großen Ereignis blieb uns an diesem Tag, wie auch am folgenden, weitgehend verborgen.
Bei aller Kritik, wie z. B. einstündiges Warten auf das Einsingen bei der Generalprobe, Einsingen im Foyer der Veranstaltung, kein schriftliches Programm für die Reihenfolge des Auftretens muss aber rückblickend anerkennend gesagt werden: Es war eine große Veranstaltung mit hervorragenden Chordarbietungen vor begeisterten Zuhörern. Wir haben nicht nur als Großchor mit vier Vereinen gemeinsam singen können, sondern konnten als Zuschauer ein wirkliches Musikerlebnis genießen. Insbesondere ist hier die Formation der Jazz- und Popchöre zu erwähnen.
Unsere lange Vorbereitung hat sich gelohnt, und wir werden sicher wieder dabei sein wollen.

Der Chor 1998   (Foto Dieter Weiser)

Der Chor 1998 (Foto Dieter Weiser)



Das Singen auf dem Barkenhoff am 01. Mai war begleitet von drückender Wärme und Blitz und Donner. Die musikalischen Darbietungen waren ausgewogen, und insgesamt fand die Veranstaltung ein gutes Echo bei den Besuchern. Unseren und anderen Chormitgliedern wird der nachfolgende inoffizielle Teil dank der guten Bewirtung durch die Gastgeber gern in Erinnerung bleiben.

Trotz der frühen Stunde waren am Pfingstsingen am 31. Mai Gäste anwesend und wollten mit uns das Pfingstfest begrüßen. Nach mehreren Liedern konnten wir uns zusammen mit den Gästen im Café Worpswede zum Frühstück versammeln. In dieser Form wird es für uns alle die letzte Veranstaltung gewesen sein.
Danach besuchten wir wieder unseren Sangesbruder Heinz Uffelmann und drei Altenheime, um ihnen gesangliche Grüße zu überbringen. Wir hatten wenig Glück mit dem Wetter, aber das hat unserer und der Zuhörer Freude am Singen keinen Abbruch getan.
Wie immer waren wir auch dieses Mal im Kaffehaus Niedersachsen von Herrn "Pott" eingeladen und konnten den Vormittag feuchtfröhlich beschließen.

Bei den Veranstaltungen zum Schützenfest, Erntefest und Jubiläum des Heimatvereins waren wir zahlreich vertreten und konnten die Zuhörer mit einigen Darbietungen von der Kraft der Concorden überzeugen.
Auf den öffentlichen Veranstaltungen haben wir im abgelaufenen Jahr nach teilweise langer Vorarbeit insgesamt gute Leistungen gezeigt; verbesserungsfähig ist aber unbestritten nach wie vor die Konzentration. Wie unabhängig die Qualität eines Chores vom Volumen ist, haben wir mehrmals Jahr bei Darbietungen anderer gemischter Chöre oder reiner Frauenstimmen erfahren. Qualität ist Arbeit und Disziplin - wir müssen uns ständig bemühen, beides im Zusammenhang zu sehen, sonst steht die aufgewendete Mühe in keinem vernünftigen Verhältnis zum Ergebnis.

Als Alternative zum Sängerfest stand in diesem Jahr eine gemeinsame Barkassenfahrt auf der Elbe mit anschließender Stadtführung durch Stade auf dem Programm.
Nachdem der Bus uns zu früher Stunde in Stadersand abgesetzt hatte, konnten wir bei belegten Broten und Erfrischungen unsere erste Pause einlegen. Sicher hätte es rund um den Parkplatz und den Anleger viel zu sehen gegeben, aber der Nebel hob sich nicht genug, um den Blick auf die Elblandschaft freizugeben.
Auf der Barkasse teilten wir uns dann in zwei Lager: unter Deck wurde der mitgebrachte Proviant seiner Zweckbestimmung zugeführt, während man oben die Navigation des Schiffes auf dem Wasser auf den Radarschirmen verfolgen konnte. So konnten wenigstens einige sehen, wohin wir fuhren, weil sich beide Ufer in ungewisser Entfernung in Nebel hüllten. Indes war der Unterschied zwischen oben und unten recht groß: in der Kälte auf Deck wurde von uns die Verantwortung für die sichere Fahrt mitgetragen, im Innern des Schiffes saßen warm und trocken diejenigen, denen es völlig egal war, wie es draußen aussah: durch die beschlagenen Fenster sahen sie ohnehin fast nichts.
Aber ihre Stimmung war sichtlich ausgelassener als bei dem Häuflein der tapferen Aufrechten oben, denn dort gab es nur frische Luft. Somit bleibt festzuhalten, dass dieser Teil des Ausflugs auch an Land hätte stattfinden können, wenn man vom Erwerb von Radarkenntnissen absieht.

Aber der Wettergott lässt sich nicht in die Karten schauen: nachdem wir in Krautsand wieder festen Boden unter den Füßen, den Hamburger Kümmel im Magen und die leeren Flaschen im Kasten hatten, besserte sich das Wetter zusehends, und beim späteren Stadtrundgang durch Stade war herrlichster Sonnenschein. Es war nur schade, dass unsere Reiseführerin in ihren Planungen den Besuch bedeutender Gebäude nicht berücksichtigt hatte. Deshalb konnten wir weder das Stadeum noch die Kirchen besichtigen.

Wir beschlossen den Tag in einem Kluster Hotel, das für uns ein reichhaltiges Abendbüffet vorbereitet hatte. Allen Teilnehmern hat der Tagesausflug gut gefallen, und an dieser Stelle soll den Organisatoren dafür ausdrücklich unser Dank ausgesprochen sein.

Für die diesjährige Weihnachtsfeier hatten wir das Worpsweder Landhaus ausgewählt, weil unser bisheriges Vereinslokal Café Worpswede nicht mehr als Veranstaltungsort zur Verfügung stand. Bei ausgesuchten Getränken und Speisen waren wir guter Dinge und konnten in festlichem Rahmen das Jahr beschließen.

Eigentlich müsste damit dieser Bericht sein Ende finden, aber bisher sind die Einladungen der Sangesbrüder zu ihren Geburtstagen und Jubiläen noch nicht gewürdigt worden. Sie waren in diesem Jahr so zahlreich, dass auf sie nicht im einzelnen eingegangen werden kann. Wir waren häufig zu Gast im Café Worpswede, ferner im Gasthaus Tienken in Neu St. Jürgen und mehrfach bei den Sangesbrüdern zu Hause. Auf allen Veranstaltungen haben wir uns über die freundliche Einbindung des Chores in den Privatbereich gefreut, und haben versucht, mit guter Sangesqualität zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Leider sind diese Beiträge nicht immer adäquat ausgefallen, was uns die Gastgeber bitte nachsehen wollen. Manchmal ist wohl das gute Essen vor dem Auftritt schuld gewesen, manchmal sicher die unzureichende Vorbereitung bei eigentlich bekannten Liedern. Wenn wir uns vornehmen, den Dirigenten in der Wahl der Tons zu unterstützen statt ihm eigenwillige Alternativen anzubieten, ist uns und den Zuhörern viel geholfen.

Zum Schluss soll nicht versäumt werden, unserem Sangesbruder Rolf Schwake und seiner Ehefrau Christel in ihrer Eigenschaft als Vereinswirte im Café Worpswede großen Dank für die in den letzten Jahren für die Concorden geleistete Arbeit auszusprechen. Mit der Abschiedsfeier am 24.11.1998 ist für uns eine kleine Ära zu Ende gegangen. Wir denken gern an diese Zeit und an dieses Café zurück - wir haben uns dort wohl gefühlt.

Herbert Saade, Schriftführer




1999

Zum ersten Mal nahmen die Concorden im Februar an einer Kohl-und-Pinkel-Fahrt mit dem Moorexpress teil. Die Fahrt führte die 47 Teilnehmer am frühen Nachmittag zu Brümmers Landhaus in Brillit. Nach einem Spaziergang durch Wald und Wiesen konnten wir endlich unseren Hunger stillen. In einem eigenen Clubzimmer hatten wir reichlich Gelegenheit, das gute Essen zu genießen und später noch bei Kaffee und Kuchen zusammen zu sitzen. Wer nicht weiterhin am Tisch bleiben wollte, konnte auch an der allgemeinen Tanzveranstaltung im Saal teilnehmen. So konnte jeder auf seine Weise diesem Ausflug die beste Seite abgewinnen.

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder durch einige Lieder den Plattdeutschen Gottesdienst im März mitgestalten. Alle Chorstimmen waren ausreichend vertreten, und jeder freute sich, den vielen Zuhörern bekannte und wenig bekannte Chorsätze vorzutragen. Im Anschluss daran konnte dann jeder im Gemeinderaum in der Alten Schule diese besondere Art des Kirchenbesuchs bei einer Tasse Kaffe oder stärkeren Getränken fortsetzen.

Unter dem Motto "Männer feiern Feste" beging der Verein am 27. März sein Sängerfest im Deutschen Haus. Dank einer von den Worpsweder Geschäftsleuten gestifteten Tombola, für die wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken, war es wiederum möglich, der Veranstaltung einen ansprechenden Rahmen zu geben.

Die Veranstaltung stand wie stets allen Interessierten offen, aber die Anzahl der Nicht-Concorden war nur gering. Dennoch waren alle Sänger mit ihren Angehörigen in guter Stimmung. Unsere gesanglichen Darbietungen waren dagegen teilweise wenig überzeugend, besonders die "Worpsweder Nächte" hätten mehr Übung erfordert.

Einige Mitglieder konnten auf diesem Fest besonders geehrt werden:
Die Sänger Karl Schulken, Gerd Sobottka und Hinrich Grimm wurde zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zudem bekamen Hinrich Grimm und Günter Romatzki die Goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes für 40 Jahre Mitgliedschaft. Hans Rummel erhielt für seine 25jährige Mitgliedschaft die Silberne Ehrennadel.

Die Räumlichkeiten des jetzigen Vereinslokals sind für ein derartiges Fest weniger geeignet als im früheren Vereinslokal "Café Worpswede". Auch das ausgewählte Duo besetzt mit Schlagzeug und Akkordeon ist mit den Musikern der letzten Feiern nicht vergleichbar. Über die zukünftige Gestaltung dieses Festes und seine Finanzierung werden wir sicher nachdenken müssen.

Zum Singen am 1. Maifeiertag auf dem Gelände des Barkenhoff waren wie im Vorjahr viele Zuhörer anwesend. Wir waren zahlreich erschienen und konnten mit unseren Liedern zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.


Wümme Zeitung, 1. Mai 1999 auf dem Barkenhoff

Wümme Zeitung, 1. Mai 1999 auf dem Barkenhoff


Anlässlich der Muttertagsfeier des Worpsweder Ortsvereins der AWO konnten wir vor 130 Gästen in der Aula der Mittelpunktschule unsere Lieder vortragen. Die Teilnahme an der Gestaltung dieser Veranstaltung hat für uns schon Tradition, die wir auch in Zukunft gerne fortsetzen werden.

Unser Pfingstsingen am 23. Mai fand zu gewohnt früher Stunde auf der Gästeterrasse des "Deutschen Haus" statt. Trotz des ungemütlichen Wetters hatten sich einige Zuhörer eingefunden, die mit uns den Tag begrüßen wollten. So früh am Morgen in guter Qualität zu singen ist nicht einfach, und unsere Gäste hatten durchaus Verständnis für unsere Schwierigkeiten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück konnten wir dann doch noch in den Altenheimen und bei unserem Sangesbruder Heinz Uffelmann die Zuhörer mit gut gesungenen Liedern beeindrucken. Der Beifall der dankbaren Gäste ist Jahr für Jahr ein schöner Lohn für unsere Besuche. Mit einem Spaziergang über den Berg und einem gemütlichen Beisammensein im Café Haus Niedersachsen klang für uns der Pfingstsonntagmorgen aus.

Am 5. Juni waren wir wiederum an der Gestaltung des Seniorennachmittags beteiligt. Unsere Beteiligung war ausreichend, und wir konnten vor einigen Gästen beliebte Lieder zu Gehör bringen
Auch beim Ständchen für den Schützenkönig am nächsten Tag im Garten von Kriehn, Vor Weyerdeelen, konnten wir mit etwa 25 Sängern zur Unterhaltung beitragen. Das Wetter war für das Treffen im Garten wie geschaffen, und die aufmerksame Bewirtung trug nicht wenig dazu bei, dass sich jeder wohlfühlte.

Am 3. Juli nahmen wir mit fast allen Sängern am Offenen Chorsingen im Möbelhaus Meyerhoff in Buschhausen teil. Insgesamt 19 Chöre aus dem Landkreis Osterholz und Bremen lieferten in 15minütigen Auftritten Proben ihres Könnens. Im mäßig besetzten Vortragsraum konnten wir mit einigen unserer Lieblingslieder eine gelungene Vorstellung zeigen. Wir sind ein zahlenmäßig großer Männerchor und der disziplinierte Auftritt mit den schwungvollen Liedern machte uns viel Freude. Die gleichzeitige Übertragung der Veranstaltung im Offenen Rundfunkkanal machte es möglich, auch nicht anwesende Zuhörer am Singen teilhaben zu lassen. Beim späteren Vergleich aller aufgezeichneten musikalischen Darbietungen können wir von uns behaupten, dass wir im Falle einer Wertung einen guten Platz bekommen hätten.

Wie im vergangenen Jahr konnten wir am Erntefest neben der Teilnahme am Festumzug unseren gesanglichen Teil zum Gelingen des Festaktes beitragen. Da einige Sänger wegen der Hitze nicht mitmarschierten konnten, nahmen sie als Gäste des Landwirtschaftlichen Vereins in den Erntewagen am Umzug teil. Aber dank zahlreicher Erfrischungen haben die Fußgänger genauso viel Spaß am Umzug gehabt.

Am 2. Oktober folgten wir einer Einladung unseres Sangesbruders Hinrich Meier, mit ihm und seinen anderen Gästen seinen 80. Geburtstag zu begehen. Nach dem Ansingen im Vereinslokal konnten wir mit 24 Sängern an der Feier im Worpsweder Landhaus teilnehmen. Die Darbietung der ausgewählten Lieder gefiel uns und den Gästen, wenngleich kritisch angemerkt werden muss, dass wegen der unzureichenden Saalbeleuchtung die mangelnden Textkenntnisse einiger Sangesbrüder wenigstens für die Eingeweihten erkennbar wurden.

Wir sind in einem festlichen Rahmen großzügig bewirtet worden und bedanken uns auf diesem Wege noch einmal für die Einladung.

Für den 16. Oktober hatte der Festausschuss eine Bustagesfahrt zur Meyer Werft nach Papenburg vorbereitet. Leider konnten wir aufgrund höherer Gewalt nicht den bestellten Bus erhalten, sondern ein Ersatzfahrzeug, einen betagten Doppeldeckerbus. Dieser Umstand hat ein Singen im Bus unmöglich gemacht und darüber hinaus die Kontakte unter den Teilnehmern sehr erschwert. Nach einer Fahrt am Küstenkanal Richtung Papenburg hatten wir gegen 11.00 Uhr unser Fahrtziel erreicht. Während es auf der Fahrt richtig neblig war, konnten wir einen kurzen Stadtbummel im Sonnenschein machen.
Der Besuch der Werft war für alle von uns ein Erlebnis, denn solche Größenordnungen auf dem flachen Land hatte kaum jemand erwartet. Gerne hätten wir statt von der Aussichtsplattform das halbfertige Schiff lieber aus der Nähe betrachtet, aber dies war natürlich nicht möglich. Zusammen mit dem Einführungsfilm über die Geschichte der Werft haben wir aber trotzdem einen interessanten Einblick in modernste Schiffbautechnik nehmen können.

Mittagessen im "Hotel Engeln" war noch einmal Gelegenheit, die Stadt näher zu besichtigen oder ausgiebig Tee zu trinken. Obwohl es ein kalter Herbsttag war, ließen es ich einige von uns nicht nehmen, draußen zu sitzen und sich von der Sonne aufwärmen zu lassen.

Am späten Nachmittag mussten wir die Rückreise antreten, um rechtzeitig zum Abendessen im vereinbarten Hotel in Dötlingen zu sein. Hier konnten wir uns noch einmal über das Tagesgeschehen austauschen, bevor es dann endgültig zurück nach Worpswede ging.

Den Organisatoren dieser Fahrt sei an dieser Stelle für die gute Durchführung gedankt; unsere Gäste wie auch wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Ausflug.

Am 30. Oktober hatte Wilfried Theile zur Feier seines 70. Geburtstages ins Gasthaus "Ludwigslust" in Buschhausen geladen. Wir sind dieser Einladung gerne gefolgt und haben mit den von ihm ausgewählten Liedern ihn und seine Familie erfreuen können. Auch ihm danken wir, dass wir seine Gäste sein durften. Allen Teilnehmern ist von dieser Veranstaltung die freundliche Aufnahme und Bewirtung in guter Erinnerung geblieben.

Das diesjährige Herbstsingen der Chöre der Kreisgruppe Osterholz fand am 31. Oktober bei uns in Worpswede in der Aula der Mittelpunktschule statt. Jenseits der üblichen Abendveranstaltung hatten die Concorden zur Gesangspräsentation am Nachmittag eingeladen. Mit 11 anwesenden Chören und der Akkordeongruppe Teufelsmoor war die Aula gut gefüllt, so dass nur noch wenige Gäste Platz fanden.
Vor dem eigentlichen Singen konnten sich alle Anwesenden an der üppigen Kaffeetafel laben. Sie ist ein besonderes Verdienst unserer beteiligten Ehefrauen und unseres Sangesbruders Hagen Hubert, der es geschafft hatte, die Butterkuchen noch morgens im Steinbackofen zu backen und fast noch warm auf die Tische zu bekommen. Ihm gebührt für die perfekte gastronomische Betreuung unser aller Dank.

Wümme Zeitung, Mittwoch, 3. November 1999


Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und eine gute Werbung für die Chorarbeit. Die Aula ist von den Baulichkeiten als auch von der Akustik Sälen in Gastwirtschaften weit überlegen und konnte die Darbietungen eindrucksvoll unterstützen. Das Programm reichte von alten Volksliedern über Märsche bis hin zu Musical- und Popstücken. Auch dieses Mal verdient es der Gemischte Chor Hambergen, wegen seiner herausragenden Vorführung besonders genannt zu werden.

Der glatte Ablauf der Veranstaltung und die gute Resonanz ist letztlich all den Sangesbrüdern zu verdanken, die sich bei den Vorbereitungen auf verschiedenste Weise eingesetzt haben. Die Concorden haben eindrucksvoll bewiesen, wie durch gemeinschaftliche Arbeit ein gesetztes Ziel erreicht werden kann.

Das chorische Jahr ging zu Ende mit dem traditionellen Weihnachtsessen im Vereinslokal.

Wir haben ein Vereinsjahr mit vielen guten und einigen weniger guten Gesangsvorführungen hinter uns. Insgesamt war es aber erfolgreich, und das ist Anlass, dem nächsten Jahr zuversichtlich entgegenzusehen.

Herbert Saade, Schriftführer

2000

Die Teilnahme am Plattdeutschen Gottesdienst ist für uns schon zur selbstverständlichen Verpflichtung geworden. So konnten wir auch in diesem Jahr in guter Besetzung die Besucher mit einigen plattdeutschen Kirchenliedern erfreuen. Im Anschluss versammelten wir uns zum Gemeindefrühstück in der Alten Schule und konnten mit zahlreichen Gottesdienstbesuchern und mit kräftiger Unterstützung durch ein Akkordeon alte niederdeutsche Volksweisen singen.

Nachdem wir am Freitag vor Pfingsten mit nur wenigen Sängern die letzte Probe vor dem Pfingstsingen absolviert hatten, konnten wir am Sonntagmorgen um 7.00 Uhr vor ungefähr 25 Zuhörern unsere Lieder vortragen. Im ersten, leichteren Teil konnten wir die Gäste durch gute Qualität überzeugen, aber im zweiten Teil mit geistlichen Liedern gelang es nicht immer, die verschiedenen Stimmen harmonisch miteinander zu verbinden.
Ein Lied wie das "Vaterunser" erfordert viel Konzentration, und wir hatten es vorher in jeweils kleinen Abschnitten lange geübt. Einige Sangesmitglieder standen während dieser Zeit diesem Lied sogar recht kritisch gegenüber, eben deshalb, weil es so viel Zeit in Anspruch nahm und nicht jeder mit dieser Liedauswahl übereinstimmte.
Nach den zahlreichen Proben hätte dieses Lied wie auch das Lied "Lobe den Herren" eigentlich am Pfingstmorgen besser klingen müssen, aber unser Vortrag war nicht zufriedenstellend. Nach Ursachen zu suchen ist müßig. Der Chorleiter war ausgeruht, wir waren mit 31 Sängern stark vertreten, aber geistliche Lieder zu dieser frühen Stunde übersteigen wohl unsere Möglichkeiten. Für das nächste Pfingstsingen sollte uns das zu denken geben.

Bei dem anschließenden reichhaltigen Frühstück konnten wir Kräfte sammeln für unsere Besuche in den Altenheimen. Jedes Jahr freuen wir uns, dass wir unser Publikum dort mit vielen Liedern unterhalten können. Nachdem wir unserem Sangesbruder Heinz Uffelmann ebenfalls ein Ständchen gebracht hatten, beschlossen wir unser Pfingstsingen im Kaffehaus "Niedersachsen".
Wegen terminlicher Schwierigkeiten konnten wir erst zwei Tage nach Pfingsten den Bewohnern des Seniorenheims "Am Rosengarten" an der Osterweder Straße ein Frühlingsständchen bringen. Unsere Darbietungen waren willkommen und angesichts der überraschend guten Akustik des Vortragsraumes konnten wir mit frohen Liedern Freude bringen. Ein Besuch bei unserem erkrankten Sangesbruder Hari Jäger rundete diesen Abend ab.

Anlässlich des 100jährigen Bestehens des MGV 1900 Pennigbüttel fand ein Jubiläumssingen im Festzelt auf dem Pennigbütteler Sportplatz statt, das gleichzeitig als Ersatz für das Herbstsingen gestaltet war. Bei zahlreicher Beteiligung von unserer Seite konnten wir musikalische Grüße überbringen. Wir haben einen guten, kraftvollen Vortrag bekannter Lieder geboten. Obwohl es sich bei dieser Veranstaltung nicht um einen Wettbewerb handelt, können wir mit den Darbietungen anderer Chöre der Sängerkreisgruppe Osterholz-Scharmbeck gut mithalten.
Besonders gefallen konnte auf dieser Veranstaltung aber weder ein Männer- noch ein Frauenchor, sondern ein Kinderchor, der in seiner unbefangenen Art alle Zuhörer beeindruckte. Die Begeisterung am Singen war den Kindern deutlich anzumerken, und der Beifall des Publikums für diesen Vortrag war groß.

Im Juni konnte der Schützenverein Worpswede auf sein 125jähriges Bestehen zurückblicken. Wir haben am feierlichen Kommers teilgenommen und konnten vor zahlreichen Gästen dem Verein mit einigen Liedern unsere besten Glückwünsche übermitteln. Eine so große Veranstaltung nimmt naturgemäß viel Zeit in Anspruch, und trotz sorgfältiger Vorbereitung können Zeitpläne durcheinander geraten. Wir hätten das vorhersehen und eine längere Anwesenheit einplanen müssen.
Aber so hat unser Verlassen der Veranstaltung vor ihrem Ende aufgrund der Sitzordnung an langen Tischen eine große Lücke hinterlassen, die viele Gäste als störend empfunden haben mögen. Für die Zukunft sollten wir uns zusammen mit dem Veranstalter überlegen, wie wir uns bei so großen Festlichkeiten verhalten.

Eine Woche später feierte Schlussdorf seine Gründung durch Findorff im Jahre 1800. Im Festzelt auf einer Wiese hatte die Dorfgemeinschaft zu einer fröhlichen Veranstaltung eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen gab es Gelegenheit, die Vorträge der Gastredner zu verfolgen und die Geschichte des Dorfes lebendig werden zu lassen. Zum musikalischen Teil konnten wir mit einigen bekannten hoch- und plattdeutschen Liedern beitragen, die dem Publikum sichtlich gefielen.

Eine weitere Woche später konnten wir unser Sommerfest im Deutschen Haus feiern. Auf musikalische Begleitung hatten wir dieses Mal verzichtet, weil es eine kleine Veranstaltung in gemütlicher Runde mit gutem Essen sein sollte. Gleichzeitig war sie ein feierlicher Rahmen für die Verleihung der Ehrenurkunde und der Goldenen Nadel des Deutschen Sängerbundes für 50jährige Mitgliedschaft an unseren Sangesbruder Gerd Sobottka. Wir schätzen ihn als kräftigen 2. Bass, der regelmäßig an den Übungsabenden teilnimmt, und wünschen uns, dass wir noch lange miteinander singen können.

Am 30. Juli hatte unser Sangesbruder Karl Nienstedt die Concorden zur Feier seines 80. Geburtstages in das Worpsweder Landhaus eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein nahm er die Glückwünsche der zahlreichen Gäste entgegen. Viele von uns waren gekommen und konnten mit einigen bekannten Liedern dem Jubilar ein Geburtstagsständchen bringen.
Wir sind wiederum in einem festlichen Rahmen großzügig bewirtet worden und bedanken uns noch einmal für diese Einladung.

Unser diesjähriger Ausflug führte uns am 26. August in die Lüneburger Heide nach Bispingen-Niederhaverbeck. Dank der guten Reisevorbereitungen durch den Festausschuss erreichten wir nach einer kurzen Fahrt unser Ziel und wurden vom Förster und seinem Hund "Hermann" herzlich begrüßt. In einem abwechslungsreichen Vortrag erhielten wir einen Überblick über die Geschichte der Lüneburger Heide von der Steinzeit bis heute. Im angrenzenden Mitmachmuseum, gestaltet als Expo-objekt, wurden uns die verschiedenen Siedlungsformen vergangener Jahrhunderte vorgeführt, und wir konnten unser Wissen über Klimaverschiebungen und die damit verbundenen Folgen für die Menschen fast spielerisch erweitern.

Nach dem Mittagessen waren für uns Kutschen für eine Fahrt durch die Heide bereitgestellt, und bei schönstem Sommerwetter konnten wir die typische Heidelandschaft an uns vorüberziehen lassen. Es war zwar deutlich zu merken, dass die Heide touristisch in jeder Weise erschlossen ist, aber es hat uns nicht gestört in Worpswede ist es manchmal nicht viel anders. Fern von den Besucherströmen gelang einigen von uns nach der Kaffeepause sogar ein Blick auf eine große Schafherde, die mit einem Schäfer und seinen Hunden über die Heide zog. Wäre die Zeit nicht soweit fortgeschritten gewesen, so hätte uns der gesprächige Schäfer noch viel mehr über den Nutzen der Tiere für die Heide erzählen können.

Für das Abendessen war das Restaurant "Seeterrassen" am Brunausee in Behringen vorgesehen. Dort konnten wir nach einem ausgiebigen kalten Büfett noch eine Wanderung am See unternehmen, bevor wir zurückfahren mussten. Alle Teilnehmer dieser Fahrt danken dem Festausschuss für seine Bereitschaft, eine solche Fahrt vorzubereiten und werden sich sicher freuen, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.

Das Worpsweder Erntefest fand bei ausnahmsweise gutem Wetter statt, und wir waren wie in den anderen Jahren nach dem Ansingen bei Horenkohl in der Osterweder Straße beim Umzug dabei. Wegen der notwendigen Reparatur mussten wir auf das Mitbringen der Vereinsfahne verzichten. Das Singen am Wasserberg fand vor weniger Publikum als in den letzten Jahren statt. Aber aufgrund der Witterung wurden unsere Gesangsbeiträge ohnehin vom Winde verweht.

Unsere Teilnahme am 25jährigen Jubiläum der Südweder Heimatfreunde war von widrigen Umständen begleitet. Wir konnten im heißen und feuchten Klima des überfüllten Zeltes fünf Lieder vortragen, aber die anwesenden Gäste waren so sehr mit Kaffee und Kuchen beschäftigt, dass wir uns mit unseren Vorträgen etwas deplaziert vorkamen. Die unerwartet rege Besucherbeteiligung hatten die Organisatoren wohl bei ihrer Planung nicht vorhersehen können, aber andererseits spricht das lebhafte Treiben auf dem Festplatz dafür, wie gut derartige Veranstaltungen eigentlich sind und wie gern sie von den Dorfbewohnern wahrgenommen werden.

Beim Singen in Grasberg am 28. Oktober war der Verein mit 20 Sängern präsent und konnte sich nach insgesamt sieben Liedvorträgen über Kaffee und Kuchen freuen. Einige Sänger hatten ihre Ehefrauen ebenfalls mitgebracht. Alle berichten übereinstimmend, dass sie gut aufgenommen worden sind.

Den Abschluss des Chorjahres begingen wir mit der obligatorischen Weihnachtsfeier im Deutschen Haus. Viele potentielle Gäste waren angeschrieben worden, aber nur ganz wenige konnten wir in unserer Mitte begrüßen. Damals konnten wir nicht wissen, dass die Concorden dieses Haus zum letzten Mal als Verein nutzen würden. Nun müssen wir sehen, dass wir eine neue, dauerhafte Bleibe finden.

Rückblickend bleibt zu sagen, dass dieses Vereinsjahr nicht außergewöhnlich abgelaufen ist. Es hat neben befriedigenden Auftritten auch Darbietungen gegeben, die besser hätten sein müssen und können. Vor uns liegt ein neues Jahr mit vielen neuen Veranstaltungen, die unseren Einsatz erfordern. Setzen wir also das Gute fort und verbessern das Mangelhafte.

Herbert Saade, Schriftführer