Chronik 2001 bis 2003

2001

Im alten Jahr hatte sich schon angekündigt, was im neuen Jahr zur Gewissheit wurde: Unser Vereinslokal "Deutsches Haus" wurde endgültig geschlossen. So holten wir am 09. Januar noch unsere Noten dort ab und waren fortan auf der Wanderschaft und auf der Suche. Als große Hilfe erwies sich wieder einmal Uwe Holz, der uns in der Schule einen warmen Platz auf dem Flur zur Verfügung stellte, damit wir üben konnten.

In der nächsten Woche schon hatten wir in der Schützenhalle eine neue Bleibe gefunden. Die Akustik war überraschenderweise gut, und als Hagen Hubert und Gerd Sobottka sich fachmännisch um Heizung, Frikadellen und Getränkeausschank kümmerten, hatten wir trotz gelegentlich kalter Füße ein gewisses Gefühl der Zufriedenheit.
Wegen eines fehlenden Klaviers mussten wir zunächst auf musikalische Intonierung verzichten. Erst Ende Januar erhielten wir Unterstützung durch ein recht betagtes Keyboard. Es verhielt sich in der Weise eigenwillig, dass es auch ohne Bedienung Töne erzeugte, und deshalb meistens Anlass zur Heiterkeit gab.
Rückblickend sind wir dankbar, dass der Schützenverein uns bis zum 26. März seine Räume für die Singabende zur Verfügung stellte.

Fast 30 Sänger waren versammelt in Tienkens Gasthof in Neu St. Jürgen anlässlich der Goldenen Hochzeit von Karl Schulken. Seine Liedauswahl war gelungen, und wir konnten mit mehreren Darbietungen zur Unterhaltung der Hochzeitsgesellschaft beitragen.
Wir danken unserem Sangesbruder und seiner Frau für die großzügige Bewirtung und wünschen beiden auch weiterhin zufriedene gemeinsame Jahre.

Beim Plattdeutschen Gottesdienst waren wir in allen Chorstimmen ausreichend vertreten und konnten in guter Qualität unsere Lieder vortragen. Die Begleitung durch die Orgel war unsererseits nicht vorgesehen und stiftete daher einige Verwirrung wegen unterschiedlicher Tonarten.
Die Besucher wurden dafür aber mit einer plattdeutschen Predigt entschädigt, wie sie in dieser humorigen Form nur vom nunmehr ehemaligen Pastor von Stumpfeld gehalten wird.
Beim anschließenden Beisammensein in der Alten Schule waren weniger Gäste als sonst erschienen, aber alle hatten ihre Freude an den bekannten niederdeutschen Volksliedern.

Ein weiterer Auftritt mit plattdeutschen Liedern folgte eine Woche später in der Vegesacker Strandlust. Jeder Chor hatte sich drei Lieder für die Veranstaltung ausgewählt, und wir haben in starker Besetzung einen guten Vortrag geboten. Neidlos müssen wir jedoch anerkennen, dass Gesang und chorische Präsentation bei anderen Chören manchmal besser waren. Zu nennen ist hier insbesondere die Chorgemeinschaft Borgfeld, die mit etwa 60 Sängerinnen und Sängern fast die Bühne sprengte.

Wiederum eine Woche später waren wir eingeladen zum 80. Geburtstag von Heinz Uffelmann. Wir konnten ihm mit bekannten Liedern die Glückwünsche des Chores übermitteln, über die er sich offensichtlich sehr gefreut hat. Der Jubilar kann auf eine lange Mitgliedschaft im Chor zurückblicken, und wir wünschen ihm von ganzem Herzen für die weiteren Jahre eine ausreichende Gesundheit.
Für uns bleibt anzumerken, dass trotz der räumlichen Enge - oder gerade deswegen - eine bessere Konzentration der Sänger auf die Lieder erforderlich gewesen wäre.
Ist es im Chor wirklich nicht möglich, bekannte Lieder zu singen, ohne dass irgendein Sangesbruder während des Vortrags nach seinen Noten sucht, in der Hoffnung, vor Ende des Liedes noch fündig zu werden?

Im April konnten wir zum ersten Mal in unserem neuen Veranstaltungsraum über der Hemberg-Apotheke singen. Als Seminarraum konzipiert ist er für Chorarbeit aus mehreren Gründen eigentlich nicht geeignet, aber eine bessere Möglichkeit gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Wir haben uns mit den räumlichen und akustischen Verhältnissen so gut es geht arrangiert, aber eine dauerhafte Lösung wäre es sicher aus heutiger Sicht nie geworden. Inzwischen ist geklärt, dass wir diesen Raum ab März nicht mehr nutzen werden.

Die Verabschiedung von Pastor von Stumpfeld war eine regenreiche und trotz allem Einsatz etwas desorganisierte Veranstaltung. Der landwirtschaftliche Verein hatte sich in mehreren kleinen Zelten alle Mühe gegeben, die Anwesenden mit Getränken und Speisen zu versorgen, aber die Kundschaft blieb wegen des Dauerregens weg. Dafür spielten die Akteure alle gleichzeitig auf mehreren Ebenen: der Kinderchor sang in der Alten Schule, wir sangen draußen zwischen zwei Schauern, der Zauberer zauberte vor der Scheune.
Der guten Laune hat das Ganze keinen Abbruch getan, aber schade war es doch.

Ein weiteres Mal im Regen gab sich der Morgen des Pfingstsonntages. Zahlreiche Gäste hatten sich vor dem Kaffee Worpswede eingefunden, um mit uns das Pfingstfest zu begrüßen, aber wenn wir nicht die spontane Möglichkeit gehabt hätten, mit den Gästen in das Kaffee zu gehen, wäre es längst nicht so schön gewesen. Nun konnten wir aber bei der bekannt guten Akustik des Gastraumes unsere lange geprobten Lieder zu Gehör bringen und uns am Beifall des Publikums freuen. Sogar derzeit noch passive Mitglieder reihten sich in die Aktiven ein und sangen mit.
Der Gastronomie unter Leitung von Jens Kommerau sagen wir hiermit unseren besonderen Dank für das Frühstück und die unkomplizierte Bewältigung der Umstände. Wir werden gerne wiederkommen.
Der Besuch der Altenheime war wieder für uns Anlass, den Senioren bekannte und weniger bekannte Lieder nahe zu bringen und sich auf den Sommer zu freuen. Als wir schließlich als erste Gäste ungewöhnlich früh im Cafehaus Niedersachsen zum Frühschoppen einkehrten, schien sogar die Sonne.

Am Sonntag des Schützenfestes fanden wir uns wieder mit vielen Gästen bei guter Stimmung vor dem Kaffee Worpswede ein, um dem Schützenkönig das traditionelle Ständchen zu bringen. Wir mussten wegen des Regens einige Geduld aufbringen, bis wir zwischen zwei Schauern Horst Kommerau das Jägerlied vortragen konnten. Angesichts des Wetters wurde es leider trotz guter Beteiligung nur ein mäßiger Vortrag.

Beim Singen am Findorff-Denkmal waren wir nur schwach vertreten. Wegen des Termins in den Ferien haben viele von uns nicht die Möglichkeit daran teilzunehmen. Bei gutem Wetter konnten wir einige Lieder vortragen und damit der Veranstaltung einen musikalischen Rahmen geben.

Unsere Teilnahme am Erntefest war geprägt durch das erstmalige Ausschmücken einer Pferdekutsche. Der gemeinsame Einsatz der Sangesbrüder Gerd Sobottka, Hermann Pelke, Johann Otten, Hagen Hubert, Helmut Strecker und Hari Jäger schuf einen Erntewagen, der sich im Rahmen der anderen Fahrzeuge nicht zu verstecken brauchte. Zwar konnten nicht alle Sänger mitfahren, aber die Glücklichen, die einen Platz bekamen, konnten den Umzug von einer höheren Warte aus betrachten.
Der Liedvortrag auf dem Berg fand bei gewohnt windigem Wetter vor zahlreichen Zuschauern statt.
Zugleich war er der letzte unter der Chorleitung von Günter Hildebrandt, der wegen vorwiegend beruflicher Gründe nicht mehr in der Lage ist, dieses Amt weiterzuführen.
Günter Hildebrandt hat uns als Nachfolger von Heidi Geck viele Jahre begleitet, sich und uns Mut gemacht und bei vielen Veranstaltungen erfolgreich geführt. Wir haben durch ihn sehr viele neue Lieder kennen und häufig auch schätzen gelernt. Er hat es verstanden, die positiven Möglichkeiten des Chores zu nutzen und an unseren Fehlern zu arbeiten. In nicht immer einfachen Zeiten ist es stets sein Ziel gewesen, unsere Freude am Singen und an der Gemeinschaft zu festigen und Missstimmungen zu glätten. Wir verlieren mit ihm den Chorleiter, aber er bleibt uns als klare Stimme im 1. Bass erhalten.

Unser Herbstsingen im Oktober in Oldenbüttel war gleichzeitig feierlicher Hintergrund für das 50jährige Jubiläum des Gemischten Chors Ströhe-Spreddig. Wir erlebten eine Reihe von Ehrungen durch den Deutschen Sängerbund, bevor die Chöre mit ihren Liedvorträgen beginnen konnten.
Es geht bei dieser Veranstaltung weder um irgendwelche Preise, noch um eine Bewertung. So haben wir ganz unterschiedliches Liedgut in vielfältiger Interpretation hören können. Wir selbst konnten nur deshalb mit vier Chorstimmen auftreten, weil unser neuer Dirigent Hans Stuik mit seiner Stimme den 1. Tenor verstärkte. Bedingt durch Krankheit waren hier zwei Sänger ausgefallen. Trotzdem gelang es uns, einige recht ansprechende Lieder vorzutragen.

Im Dezember waren wir wieder bei der AWO Worpswede zu Gast und konnten die Veranstaltung mit einigen Liedern auflockern. Wir hatten diesen Vortrag als kleine Generalprobe für den nächsten Tag in Grasberg vorgesehen, als wir in der dortigen Kirche an einem Sonntagnachmittag ein Adventskonzert gaben. Im Wechsel mit Orgelsätzen von Louis Claude Daquin, gespielt von Hans Stuik, sangen wir vor beachtlicher Zuschauerkulisse acht Weihnachtslieder unter der Leitung unseres neuen Dirigenten. Uns hat der Vortrag gezeigt, wie gut wir singen können, wenn Konzentration, Übung, Zuhören und Annehmen der Leitung durch den Dirigenten zusammenkommen. Gleichzeitig wissen wir um die Grenzen unserer chorischen Möglichkeiten, wenn es uns nicht gelingt, vor allem den 1. Tenor zu verstärken.
Wir sind entschlossen dieses Problem anzugehen, sind aber von der Lösung noch sehr weit entfernt.
Wir danken unserem Dirigenten, der diesen Auftritt musikalisch und organisatorisch möglich gemacht hat und freuen uns auf die nächste öffentliche Veranstaltung in einem derart würdigen Rahmen.

Die vorletzte Veranstaltung war unser traditionelles Weihnachtsessen, das wir im geselligen Rahmen mit unseren Frauen im Worpsweder Landhaus begingen. Dieser Tag war auch Tag der Ehrung unserer Sangesbrüder Karl Nienstedt und Karl Schulken für über 50jährige Mitgliedschaft im Deutschen Sängerbund und die entsprechende Verleihung der goldenen Ehrennadel. Wir danken beiden für ihren unermüdlichen Einsatz und für manchen Rat und hoffen für uns, dass ihre Stimmen weiterhin so kräftig unseren Chor unterstützen werden.

Der Sonntagmorgen vor Heiligabend war eine willkommene Gelegenheit, im Seniorenheim "Rosengarten" mehrere Weihnachtslieder zu singen. Die Gäste waren dankbare Zuhörer, und ihre Freude an der Musik ist für uns der Anlass, auch im nächsten Jahr wiederzukommen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Beim schnellen Rückblick auf das vergangene Jahr 2001 sehen wir, dass vieles in ähnlicher Form wie 2000 ablief, dass wir uns aber auch unerwarteten Veränderungen stellen mussten. Wir haben alle Schwierigkeiten gut gemeistert, wenn auch manchmal mit etwas Glück.
Wegen der ungünstigen Altersstruktur werden wir neue Probleme zu bewältigen haben, aber wir sind ein starker Verein, den die Freude am Gesang verbindet. Wenn wir diese Stärke nutzen und die Freude am Chorgesang weitertragen können, wird es der Concordia auch weiterhin gut gehen.

Herbert Saade, Schriftführer



2002

Das neue Chorjahr begann für uns mit einer Einladung, der wir alle gerne gefolgt sind: unser Sänger Gevert Gerken aus dem 1. Tenor wurde 70 Jahre alt und hatte seine zahlreichen Gäste in den Grasberger Schützenhof gebeten. Wir konnten unrem Sänger mit 22 Chormitgliedern fünf musikalische Geburtstagsgrüße bringen und ihm weiterhin gute Gesundheit im Kreise seiner Familie wünschen. Bei einer frühlingshaften Temperatur von 17 und strahlendem Sonnenschein wurden die Gäste mit einem Hochzeitsessen verwöhnt. Wir danken unserem Sangesbruder, der seit über 37 Jahren den Chor mitgestaltet, für die geselligen Stunden, und wünschen uns, dass er noch lange den 1. Tenor unterstützt.

Am 10. Januar begaben wir uns auf die Suche nach einem neuen Standort für unsere Übungsabende, da wir in den bisherigen Räumen über der Apotheke nicht weitersingen konnten bzw. weitersingen wollten. Zur Wahl stand zunächst das Hotel Village in der Bergstraße, das im 2. Kellergeschoss großzügige Räumlichkeiten bietet. Durch die sehr hoch gelegene Geschossdecke hörte sich unser Probegesang jedoch an wie Mönchsgesang in einer Kathedrale und wir mussten deshalb trotz der freundlichen Hoteliers ablehnen.

Die anschließend besuchte Galerie Bernack in der ehemaligen Molkerei verfügt über Räumlichkeiten mit guter Akustik und die ausgestellten Kunstwerke begeistern, aber die Nachteile für uns waren nicht zu übersehen: Parkplatznot im Sommer und für viele Sänger vom Zentrum zu weit entfernt. Auch hier wurden wir freundlich aufgenommen, aber nach Abwägung der Vor- und Nachteile mussten wir ablehnen.

Wir haben uns dann für das Philine-Vogeler-Haus entschieden, weil der Raum dort eine gute, wenn auch trockene Akustik hat. Der Raum ist ausreichend groß und für unsere Zwecke geeignet. Ein Klavier ist vorhanden, und es besteht die Möglichkeit der Selbstversorgung mit Getränken.
Das Philine-Vogeler-Haus ist für uns alle problemlos erreichbar, und wir danken der Gemeinde Worpswede, dass wir dort üben können.

Der plattdeutsche Gottesdienst musste wegen der Bauarbeiten an der Kirche in der ehemaligen Alten Schule stattfinden. Unterstützt von Frau Dehning am Flügel und vom Posaunenchor hielt unser ehemaliger Pastor von Stumpfeld die traditionelle Predigt. Wir waren gut vertreten und konnten mit einigen plattdeutschen Liedern diese besondere Art des Gottesdienstes unterstreichen. Für einige Besucher war es sicher enttäuschend, dass einige von uns Sängern zu früh das anschließende gemeinsame Beisammensein verließen, so dass eine chorische Begleitung dann nicht mehr möglich war. Dies ist auf eine mangelhafte Absprache mit den Veranstaltern zurückzuführen und wird nächstes Mal anders geregelt werden.

Am Karfreitag hatte uns Peter Bohrmann mit seiner Frau zur Feier ihrer Silbernen Hochzeit in die Jugendherberge eingeladen. Mit mehr als 25 Sängern konnten wir bei sonnigem, aber kühlem Wetter zunächst am Sektempfang vor dem Gebäude teilnehmen und zwei Lieder vortragen. Nach dem anschließenden reichhaltigen Büfett überzeugten wir durch einige gelungene Darbietungen aus unserem Liedgut. Es hat allen sichtlich Freude gemacht. Wir sagen herzlichen Dank und wünschen dem Silberpaar alles Gute auf dem gemeinsamen Lebensweg.

Kurze Zeit später waren wir wieder mit über 20 Teilnehmern in der Jugendherberge versammelt, diesmal jedoch zu einem Arbeitswochenende von Samstag 10 bis 15 Uhr und Sonntag von 10 bis 12.30 Uhr. Ziel des Dirigenten war, nicht neue, aber doch eigentlich schwierige Lieder einzuüben und vorhandene Mängel abzustellen. Durch Konzentration und Geduld sind einige Lieder ausdrucksvoller geworden, und wir möchten gern, dass wir solch ein gutes Ergebnis wiederholen können.

Diese kompakten Übungen über Stunden haben allen Teilnehmern gezeigt, welche Qualitäten in unserem Chor stecken. Es ist uns aber auch deutlich geworden, wie viel Arbeit hinter einer herausragenden chorischen Leistung steckt. Für öffentliche Auftritte muss es deshalb heißen: Üben, üben, üben. Vergleichbare Ergebnisse werden wir nur erzielen können, wenn wir wie dort einander hören, uns konzentrieren und mit großer Zuversicht unseren persönlichen Beitrag leisten. Wir danken unserem Dirigenten für seinen schweißtreibenden und gewiss nicht alltäglichen Einsatz.

Zur Jugendherberge ist zu bemerken, dass sie für solche Veranstaltungen geeignete Räume zur Verfügung hat und die Gäste fachgerecht und freundlich bewirtet und betreut.

Nach vielen Regentagen hatten wir schon davon ausgehen müssen, dass zur Feier des 1. Mai an der Käseglocke kein Publikum anwesend sein würde, aber wir wurden alle überrascht durch einen blauen Himmel, an dem ab und zu die Sonne erschien. Die Bremer Chorwerkstatt und wir 25 Concorden freuten uns, mit Liedern von Tucholsky und mit Mailiedern vor etwa 150 Anwesenden singen zu können und wurden mit reichem Applaus belohnt. Ein aus Mitgliedern beider Gesangsgruppen gebildetes Ensemble konnte das Publikum sogar mit dem Vortrag von Arbeiterliedern u. a. dem "Lied der Moorsoldaten" begeistern. Der folgende Imbiss rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Das Pfingstsingen fand um 6.45 Uhr vor dem in Plastikplanen verhüllten Kaffee Worpswede vor etwa 100 Gästen statt. Insgesamt 13 Lieder wurden - teilweise mit den Gästen zusammen - gesungen. Die Qualität unseres Vortrags war nicht überzeugend. Ob es die frühe Stunde war oder zu wenig Einsingen oder mangelhafte Organisation oder alles zusammen es fehlte auf jede Fall die Spannung. In diesem Sinne müssen wir das Pfingstsingen auf jeden Fall besser gestalten und den Gästen einen angemessenen Vortrag bieten.

Das anschließende Frühstück im Lokal war wie immer gemütlich und allgemeiner Anziehungspunkt. Der Besuch der Altenheime begann im Hotel zur Post, in dem sich einige Personen versammelt hatten. Wir konnten dort ebenso wie im Gästehaus Kruse vor erwartungsvollen Gästen einige gute Lieder vortragen und etwas Freude auf die kommende Sommerzeit vermitteln.

Unser Sangesbruder Heinz Uffelmann konnte uns bei relativ guter Gesundheit in seinem Garten begrüßen, in dem wir uns für ein Ständchen versammelt hatten. Unterstützt von Sonnenschein konnten wir ihm einige Lieder vortragen, die wir neu eingeübt hatten. Der abschließende Umtrunk im Kaffeehaus Niedersachsen gestaltete sich zunächst etwas hektisch, da wir uns nicht einig waren, draußen zu sitzen. Schließlich hat sich aber die Minderheitsfraktion überzeugen lassen, und es ist dann doch noch ein fröhlicher Abschluss der Veranstaltung mit viel Gesang geworden.

Das Schützenfest fand wie meistens bei schönem Wetter statt, und wir konnten dem Schützenkönig und seinen zahlreichen Gästen einige musikalische Grüße übermitteln.

Mitten im Juni und bei strahlendem Wetter hatte uns unser Sänger Hans Rummel in die Altentagesstätte der Bremer Heimstiftung eingeladen, mit ihm, Familie und Freunden seinen 70. Geburtstag zu feiern. Uns hat es viel Freude gemacht, bei dieser Feier mit Kaffee und Kuchen und später warmem Büfett zu Gast zu sein. Unter der bewährten Leitung von Günter Hildebrandt haben wir in überzeugender Qualität einige Lieder vorgetragen und wurden mit reichem Beifall der Gäste belohnt. Wir andererseits hatten Gelegenheit, eine eindrucksvolle Akkordeondarbietung zu Ehren des Jubilars mitzuerleben. Wir danken dem Jubilar und wünschen uns, dass er auch weiterhin mit seiner kräftigen Stimme den 1. Tenor unterstützt.

Eine Woche später waren wir wiederum als Geburtstagsgäste willkommen dieses Mal bei Hannes Bibelhausen - unserem Sänger im 2. Tenor, der zu seinem 60. geladen hatte. Wir konnten ihm neben anderen Liedern aus vielen Kehlen sein geliebtes "Kramambuli" singen und haben ihm damit sicher eine Freude gemacht. Wir haben uns unter seinen Gästen sehr wohl gefühlt und danken ihm für die hervorragende Bewirtung. Auch ihm wünschen wir viele weitere Jahre, in denen er uns und seine Anliegen bei der Denkmalspflege wirkungsvoll unterstützen kann.

Zu Ehren des Moorkommissars Findorff fanden wir uns mit einigen Gästen am 31. Juli am Findorff-Denkmal ein. In einer weitläufigen Rückschau auf die Zeit Findorffs stellte Pastor Dubbert die geschichtlichen Zusammenhänge zwischen der Moorkolonisation und den europäischen und außereuropäischen Randbedingungen heraus. Der Vortrag konnte nicht zu Ende geführt werden und auch wir konnten nicht alle Lieder wie geplant singen, weil entgegen allen Vorhersagen ein Gewitter die Veranstaltung auflöste. Die mit viel Aufwand und Engagement organisierte Veranstaltung hat leider nur geringe Resonanz gefunden. Es ist dem Förderungsverein zu wünschen, dass sich im kommenden Jahr mehr Besucher einfinden, damit die geschichtlichen Ursprünge der Moordörfer nicht in Vergessenheit geraten.

Am Tag der "Kunst rund um die Uhr" präsentierte sich Worpswede u. a. im Rahmen einer Gewerbeschau. Wir konnten in einer musikalischen Umrahmung unseren kleinen Beitrag leisten und sangen vor dem Philine-Vogeler-Haus. Mit vielen anwesenden Sängern haben wir eine akzeptable Darstellung gegeben. Jedoch wurde uns in der späteren Rückblende klar, dass wir zu laut gesungen und zu wenig dem Einsatz des Dirigenten gefolgt waren.

Die Beteiligung am Erntefest verlief aufgrund von Missverständnissen weitgehend desorganisiert. Unsere Gesangsbeiträge im Festzelt wurden überlagert von allgemeiner Unruhe und geschäftigem Treiben des Thekenpersonals. Wir sind bei vielen Großveranstaltungen nur ein Programmpunkt unter vielen, aber unser Einsatz leidet sehr unter unvollkommener Organisation, weil unsere Musik eben nicht von elektrischer Verstärkung oder Instrumenten begleitet wird. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr bessere Absprachen treffen können.

Prof. Dr. Adelheid Geck

Prof. Dr. Adelheid Geck

Foto Dieter Weiser


Der Höhepunkt des Vereinslebens war in 2002 zweifelsfrei die Fahrt zu Frau Dr. Heidi Geck nach Plau am See. Mit 50 Teilnehmern gelangten wir unter der bewährten Leitung unseres Vereinsfahrers Heinz Kommerau sicher am Hamburger Nadelöhr vorbei nach Plau, das wir nach gut 4stündiger Fahrt gegen 19.00 Uhr erreichten. Eine fröhliche Heidi begrüßte uns am Seeufer vom Seehotel und hieß uns herzlich willkommen. Die Aufteilung der Sänger und ihrer Ehefrauen auf die Zimmer, Gästehäuser und Bungalows geschah professionell und wir konnten uns schnell bei einem warm/kalten Büfett von der Fahrt erholen. Der gemeinsame Gedankenaustausch über die neue Umgebung war ein willkommener Anlass, auch das einheimische Bier zu


Der nächste Morgen sah uns um 10 Uhr an der alten Wallanlage, wo wir in der wechselvollen Geschichte der Stadt sachkundig unterrichtet wurden. Die Stadt ist geprägt durch umfassenden Denkmalsschutz, der vielfach aus Mangel an Geldern den Verfall einstmals schöner Gebäude manifestiert. Die evangelische Kirche gehört als imposanter Bau zu den Wehrkirchen in diesem Gebiet. Die katholische Kirche hingegen muss sich in einer renovierungsbedürftigen ehemaligen Synagoge einrichten, weil für die kleine Kirchengemeinde die finanziellen Lasten nicht tragbar sind. Eindrucksvoll war der Besuch des letzten Tante-Emma-Ladens in der Stadt, auch in Plau ist der Trend zu Großmärkten am Stadtrand offensichtlich.

Der Nachmittag war durch eine Kremserfahrt mit 3 geschlossenen und einer offenen Kutsche von Gnesdorf über Retzow nach Wangelin ausgefüllt. Besetzt mit je 12 Teilnehmern ging es über wenig befahrene Feldwege vorbei an Waldbestand, stillgelegten Flächen mit Distelbewuchs und aufgegebenen LPG"s. Die Waldwege waren tief zerfurcht, es war windig und kühl, und einige sahen bei dem bedenklichen Schaukeln der Kutschen schon ihr vorletztes Stündlein gekommen. Endlich gelangten wir zu einem kleinen Dorf. Dem dortigen Bürgermeister als ausgewiesenem Sangesfreund sangen wir das "Gesellschaftslied" und wurden im Gegenzug mit köstlichen Weintrauben bewirtet.
Wir erfuhren einiges über die parteiübergreifende Unterstützung des 2. Arbeitsmarktes und die Schwierigkeiten, langfristige Perspektiven für den Arbeitsmarkt aufzuzeigen.

Eigentlicher Anlass unseres Besuchs war ein öffentlich gefördertes Ökologieprojekt mit angeschlossenem Kräutergarten. Wegen der schlechten Witterung konnten wir nur wenig davon sehen, aber beim Kaffeetrinken konnten wir uns von der baulichen Qualität des mit Lehmziegeln und Steinschutt errichteten solarbeheizten Hauptgebäudes mit Lehmofen und Veranda überzeugen.

Für den Abend erwartete uns eine gesellige Veranstaltung auf einer Insel im Plauer See. Die halbstündige Überfahrt in der Barkasse war regnerisch, und wir waren erleichtert, unter Deck im warmen Salon sitzen zu können.
Wir waren neben einigen Damen die einzigen Gäste, dass wir einen Frauenchor mit im Boot hatten, wurde uns erst nach und nach klar.

Der gastfreundliche Empfang im Hotel Lenz mit Kümmelkorn und Schmalzbrot war erst der Beginn von guten Speisen und Getränken aus der einheimischen Küche. Der Kontakt mit dem Frauenchor war schnell hergestellt; die von der resoluten Vorsitzenden vorgetragenen Döntjes auf Mecklenburger Platt trieben uns die Tränen in die Augen. Darüber hinaus waren wir von den Gesangsvorträgen des Chores beeindruckt. Wir selbst konnten uns mit einigen Liedern gut präsentieren und unser Vorsitzender ernannte schließlich Frau Prof. Geck zu unser aller Freude zu unserer "Ehrendirigentin". Das gemeinsame Beisammensein ging viel zu früh zu Ende und die Barkassenfahrt mit etlichen Gesangseinlagen war viel zu schnell vorbei. Aber viele von uns ließen den Abend erst viel, viel später an der Bar nach angeregten Diskussionen über das Weltgeschehen im Allgemeinen und Speziellen ausklingen.

Um halb 10 Uhr am nächsten Morgen waren alle wieder versammelt in dem unter Denkmalschutz stehenden katholischen Gotteshaus. Angesichts des äußeren baulichen Zustands des Gebäudes hatten wir ernsthafte Zweifel, ob uns die kleine Empore tragen würde. Uns wurde jedoch versichert, dass aufgrund regelmäßiger Prüfungen zur Zeit keine Einsturzgefahr für das auf einer Torfblase ruhende Haus bestünde. (Mittlerweile haben wir erfahren, dass das Betreten des Gebäudes aus Sicherheitsgründen nicht mehr gestattet ist.)

Das Innere des Gebäudes war weit schöner, als die Außenansicht vermuten ließ, und wir konnten einige Besonderheiten ausmachen, die Zeugnis gaben von der früheren Nutzung dieses Raumes. Der Gottesdienst war gut besucht, und die Predigt wurde vom Pfarrer mit kräftiger Stimme vorgetragen. Wir trugen mit drei in die Liturgie eingebetteten Liedern unseren Anteil am Gottesdienst bei und konnten auch noch anschließend vor der Kirche vor den Besuchern einige Lieder vortragen. Die Zuhörer belohnten unseren Gesang mit langem Applaus und gaben uns das Gefühl, willkommene Gäste zu sein.
Das Mittagessen im Fischerhaus am See ist uns in guter Erinnerung; besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die Belohnung der Organisatoren der Reise durch unsere Ehrendirigentin mit je einem Glas Mecklenburger Honig und das Solo, das unser Sangesbruder Wilfried Theile spontan vortrug.

An dieser Stelle möchten wir unserer Heidi Geck für diese Fahrt den ganz besonderen Dank der Sänger aussprechen, weil sie uns in dieser kurzen Zeit so viele neue Eindrücke vermitteln konnte. Ohne ihre planvolle, langfristige Organisation vor Ort wäre dies nicht möglich gewesen.

Abschlussveranstaltung des Jahres war das Chorsingen am 4. Advent in der Worpsweder Kirche. Wir gestalteten den Nachmittag mit Weihnachtsliedern aus Polen, USA und Deutschland sowie weihnachtlichen Erzählungen vor Gästen, die trotz Eisregens und Glatteis den Weg in die Kirche gefunden hatten. Für das Kernprogramm dieses Singens hatten wir viele Abende geprobt und kurzfristig sogar noch einige neue Lieder hineingenommen, aber im Ergebnis sind wir leider unter unseren Möglichkeiten geblieben. Die schwache Besetzung im 1. Tenor ist sicher ein Grund gewesen, aber derartige Veranstaltungen erfordern wohl auch mehr als eine Probe vor Ort. Ebenfalls sollten wir uns überlegen, noch kurzfristig zusätzliche Lieder einzufügen, auch wenn sie bekannt sein sollten. Eine wirkliche Generalprobe hätte die aufgetretenen Schwachstellen vielleicht vermeiden können.

Wir singen jetzt mehr als ein Jahr mit unserem Chorleiter Hans Stuik und wissen uns bei ihm sicher aufgehoben. Wir freuen uns auf die Übungsabende mit ihm und sind auf dem Weg ein gutes Stück vorangekommen. Für seinen unermüdlichen Einsatz dabei sei ihm hier ausdrücklich gedankt. Die vielen kleinen Schritte, die noch nötig sein werden, werden wir gemeinsam zuversichtlich angehen. Uns Concorden verbindet die Freude am Singen und wir wollen das als gute Grundlage nutzen, um der Zukunft voll Vertrauen entgegen zu sehen.

Herbert Saade, Schriftführer



2003

Am 09. Februar trafen sich auf Einladung des Chors des Heimatvereins Neu Sankt Jürgen die drei Chöre aus dem Worpsweder Bereich zu einem gemeinsamen 1. Sängerfest. Insgesamt 70 Sängerinnen und Sänger aus den Chören "Heimatverein Neu St. Jürgen", "Moorpieper" und "MGV Concordia" boten zahlreichen Gästen im Gasthaus "Tienken" hoch- und plattdeutsche Lieder. Wir haben dort eine solide Leistung gebracht und konnten neu einstudierte Lieder wie "Go down, Moses" und "Im Winter, wenn es regnet" vortragen. Diese Veranstaltung war eine der besten Aufführungen, die in diesem Rahmen bisher in Neu St. Jürgen stattgefunden haben, und das Publikum sparte nicht mit Applaus.

Der Plattdeutsche Gottesdienst am 02. März zog dieses Mal weniger Besucher an. Die eigenartige Faszination der pattdeutschen Sprache im Gottesdienst hat deswegen nicht gelitten, und wir haben mit drei Liedern den Charakter dieses Gottesdienstes unterstreichen können. Zum Ausklang konnten wir mit fünf Liedern in der Alten Schule zum Gelingen der Veranstaltung beitragen.

Bei der ersten wärmenden Frühlingssonne am 12./13. April waren wir wie im Vorjahr mit etwa 20 Sängern bei unserem Chorproben-Wochenende in der Jugendherberge versammelt. In diesen Stunden können schwierige Passagen intensiver eingeübt werden, weil der Zeitrahmen großzügig bemessen ist. Die Konzentration und das Chorbewusstsein sind größer. Die Ergebnisse dieses Treffens beeinflussen spürbar positiv die späteren folgenden Auftritte. Einen nicht unerheblichen Beitrag zum Gelingen leisten auch die gute Küche der Jugendherberge und das freundliche Personal. Für das Jahr 2004 sind wieder solche Proben vorgesehen.

Am 01. Mai sang eine Abordnung der Concorden bei der Festveranstaltung zum 01. Mai an der Käseglocke. Gemeinsam mit Teilnehmern anderer Chöre konnten sie durch traditionelle Lieder die Erinnerung an die Ursprünge des Tages der Arbeit aufrechterhalten.

Zum Pfingstsingen hatten wir eine lange Liederliste vorbereitet und immer wieder geübt. Es hat sich gelohnt. Bei sonnigem, warmem Wetter waren zahlreiche Zuschauer gekommen, vor denen wir mit 28 Sängern unsere Lieder singen konnten. Darunter waren einige, die wir noch nie in der Öffentlichkeit vorgetragen hatten.
Ursache für die gelungene Veranstaltung war wohl auch die Neuerung, dass die Gesangsvorträge nicht sehr zeitig, sondern nach dem Frühstück ab 9.30 dargeboten wurden. Allen Teilnehmern hat diese Änderung Vorteile gebracht - vor unserem Auftritt konnten wir uns ausgiebig stärken und die Spannung abbauen. Nicht zuletzt unserem Dirigenten ist die neue Reihenfolge willkommen - er trägt schließlich die Hauptlast für ein gutes Gelingen. Wir haben dem Pfingstsingen eine neue Qualität gegeben und uns sehr über den Beifall der Zuhörer gefreut.
Anschließend konnten wir noch einmal anderen Gäste im Seniorenheim Kruse Freude mit unserem Gesang machen. Dies ist uns eine gute Tradition geworden, die wir gerne erhalten wollen.

Wie in den vergangenen Jahren ging der gesangliche Teil des Pfingstfestes in froher Runde im Garten des Kaffeehaus Niedersachsen zu Ende.

Am 21. Juni war der Gesangverein zu Dieter Heerings 60. Geburtstag in den Grasberger Hof eingeladen. Gut 20 Sänger konnten dieser Einladung folgen und wurden mit dem Bus nach Grasberg und spät abends zurück gefahren. Sie brachten dem Jubilar mit drei Liedern und einer Zugabe einen Gruß der Concorden
Der Geburtstag war eine gelungene Feier, und die, die nicht teilnehmen konnten, mussten auf die guten Dinge aus Küche und Keller des Hotels und besonders auf die harmonische Stimmung verzichten. Wir danken unserem Sangesbruder für die Einladung und wünschen ihm, dass er noch viele Jahre in unserem Kreis bleiben möge.

Einen Tag später waren viele der Geburtstagsgäste schon wieder versammelt, um dem Schützenkönig die musikalischen Grüße der Concordia zu überbringen. Das große Anwesen in der Bauernreihe ist der geeignete Ort für solche Großveranstaltungen und im Sonnenschein bot sich allen Teilnehmern eine eindrucksvolle Kulisse. Dass unser Gesangsbeitrag im geschäftigen Trubel von den meisten Schützen unbemerkt blieb, war sicher nicht gewollt, aber unvermeidbar.

In der Sommerpause im späten Juli waren wir wieder versammelt, um unserem Sangesbruder Johann Otten musikalische Geburtstagsgrüße zu bringen. In seiner Funktion als Notenwart ist er unentbehrlich angesichts der Vergesslichkeit einiger Concorden, wenn es um die Notenblätter geht. Bei bestem Wetter konnten wir ihm einige Lieder vortragen sicher hat er es bedauert, an diesem Tag nicht mitsingen zu dürfen. Wir haben es uns lange mit Suppe, Grillfleisch und Bratwurst wohl sein lassen, nicht zuletzt hat das "goldene" Bier für eine gute Stimmung gesorgt. Wir danken unserem Sangesbruder für seine Einladung und werden gerne wiederkommen.

Am 02. August konnten wir mit unseren Ehefrauen im Grasberger Hof den Plauer Frauenchor begrüßen. Es war sicher einer der heißesten Tage dieses Jahrhundertsommers, als die Gäste nach einem kurzen Besichtigungsbummel durch Worpswede uns dort trafen. Das eigentliche Ziel des Chores war nicht Worpswede gewesen, die Teilnehmer hatten extra eine Sonderfahrt unternommen, um von ihrem Reiseziel in der Lüneburger der Heide zu uns zu kommen. Uns war der Chor aus dem Vorjahr noch gut in Erinnerung, und auch hier konnten die Frauen und Männer uns von ihren gesanglichen Fähigkeiten überzeugen. Die mecklenburgische Wesensart kommt unserer Lebensart doch sehr nah, und wir verlebten einen äußerst harmonischen und fröhlichen Abend zusammen. Es war, als hätten sich alte Freunde wieder getroffen.

"Meide alle Hetzerei, jeder Kummer geht vorbei. Freu Dich am Schönen und lass Dich verwöhnen!" Unter diesem Motto lud uns am 14. September unser Sänger Heinz Möske zur Feier seines 70. Geburtstages in den Schützenhof Wörpedorf ein. Mit über 20 Sängern trafen wir uns im festlichen Saal und sangen ihm die Lieder, die die Freude am Leben ausdrücken. Mit dem Lied "Weinland" konnten wir ihm und seinen Gästen eine besondere Freude machen. Bei gutem Essen konnten wir anschließend einem Akkordeonspieler und Schlagzeuger zuhören, die ganz ohne Mikrofon die Gäste stimmungsvoll unterhielten.
Wir danken ihm für seine Einladung und wünschen ihm viele weitere Jahre bei guter Gesundheit.


Die "Freunde Worpswede" hatten am 27. September zu einem Treffen mit Förderern und Einwohnern an der Mühle eingeladen und uns um gesangliche Unterstützung gebeten. Wir sind dieser Einladung gern nachgekommen und gestalteten den musikalischen Teil mit einem weiteren Chor aus Bremen und der Akkordeongruppe aus Teufelmoor. Die Veranstalter hatten sich viel von dieser Veranstaltung versprochen, das zeigte schon der Rahmen mit Musik, warmem Essen, Kaffee und Kuchen. Was aber fehlte, waren die Gäste. Sicher war es in irgendeiner Form ein Planungsfehler es hätte eine gute Veranstaltung mit Bürgerkontakt geben können, aber es ist trotz des großen Einsatzes misslungen.

Das Herbstsingen in Oldenbüttel am 18. September war dieses Mal auf den Nachmittag angesetzt und hat der Veranstaltung gut getan. Nach einer gemeinsamen Kaffeetafel zeigten neun Chöre und Chorgemeinschaften Proben aus ihrem Repertoire. Unser Beiträge mit "Das Mädchen aus Scheveningen" und "Im Winter, wenn es regnet" gehörten zu den besten Vorstellungen, wie uns allgemein bestätigt wurde. Wir hatten ebenfalls den Eindruck, eine gute Leistung geboten zu haben. Das Herbstsingen ist kein Singwettbewerb, aber wir freuen uns, wenn uns die anderen Chöre wissen lassen, dass unsere Darbietungen gut gewesen sind.
Dafür müssen wir unserem Dirigenten ein besonderes Lob aussprechen.

Am 07. Dezember konnten wir den Weihnachtsmarkt in der Bergstraße musikalisch untermalen. Mit über 20 Sängern boten wir in der Village-Passage den zahlreichen Zuhörern vier Weihnachtslieder und wurden mit herzlichem Beifall belohnt.

Das Weihnachtsessen der Concorden verbunden mit weihnachtlichen Geschichten fand wie schon im Vorjahr im Kaffee Worpswede statt. Mit insgesamt 67 Sängern, Ehefrauen und Gästen genossen wir in gelöster Stimmung das gute Essen und die freundliche Atmosphäre. Für uns gehört dieses Treffen zu den herausragendsten im Jahresablauf und ist der geeignete Rahmen, auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen. Wir haben wenig gesungen an diesem Abend, was einige Anwesende bedauert haben. Angesichts der vielen Übungsabende, die nur mit Weihnachtsliedern ausgefüllt waren, sollten wir uns für das nächste Jahr ein größeres Programm vornehmen.

Am nächsten Tag überbrachten wir weihnachtliche Grüße in den Altenheimen "Rosengarten" und "An der Bahn". Mit einer stattlichen Anzahl sangen wir mehrere Weihnachtslieder.
Wir empfinden als Concorden eine Verpflichtung, unseren Chorgesang denen zu Gehör zu bringen, die nur selten oder gar keine Möglichkeit mehr haben, an anderer Stelle Weihnachtslieder zu hören. Auch eine nur bescheidene Resonanz bei den Zuhörern ist ein Ausdruck dafür, dass unser Gesang Freude vermittelt.

Der Abschluss des musikalischen Jahres war das Weihnachtskonzert in der Dorfkirche. Bei gutem Weihnachtswetter hatten sich mehr Gäste eingefunden, als wir erwartet hatten. Unter der Mitwirkung von Hans Stuik an der Orgel, Frau Barbara Kötter, Flöte, und Karl Weingart mit weihnachtlichen Geschichten gelang eine Aufführung, die allen Beteiligten und den Gästen sehr viel Freude bereitet hat. Insgesamt 10 Weihnachtslieder aus alten und neuen Kompositionen konnten wir vortragen; wir waren gut vorbereitet und hatten lange geprobt.
Es war eine jener Veranstaltungen, bei denen alles abläuft, wie von guter Hand geführt. Es hat uns Mitwirkenden und erkennbar auch dem Publikum richtig Spaß gemacht, und wir wünschen uns und müssen darauf hinarbeiten, dass solche guten Stunden keine Zufälle bleiben.

Was können wir abschließend über uns und die Concordia und über das Jahr 2003 sagen?

Wir haben einen Chorleiter, dessen Kompetenz die Qualität unserer Gesangsvorträge stetig verbessert und trotz des großen Pensums die Einsatzbereitschaft und das Können von jedem von uns weckt.
Wir sind aktive Mitglieder, die gern singen und sich in ihrer Chorstimme wohlfühlen.
Wir empfinden Chorsingen als gemeinschaftliche Aufgabe und als gemeinschaftlichen Lohn.

Das Jahr 2003 war für uns Sänger und für die Concordia ein erfolgreiches Jahr im besten Sinn.

Herbert Saade, Schriftführer