2014 bis 2015

2014

Zum Tode von Günter Romatzki

Die Concorden mussten sich 2014 von ihrem Ehrenmitglied Günter Romatzki verabschieden. Er trat 1959 dem Chor bei und sang im 1. Bass. Erst nach 45 Jahren aktiver Teilnahme am Vereinsleben und Übernahme etlicher Ämter wechselte er 2005 in den passiven Status. Er behielt die Kontakte zum Verein bei, aber eine schleichende Krankheit machte eine Lebensführung ohne pflegerische Betreuung bald nicht mehr möglich.
Wir haben mit ihm einen kantigen Menschen, aber aufrichtigen, einsatzfreudigen und treuen Sänger verloren.
Der Chor war bei der Trauerfeier anwesend und wird sein Andenken in Ehren halten.




Veranstaltungen, Einladungen und Festlichkeiten


Singen bei der Käseglocke 1. Mai 2014


Am traditionellen Singen zum 1. Mai war es kühl, aber fast trocken. Der Monat April hatte vorher so viel gutes Wetter gebracht, dass die Blumen im Garten der Käseglocke prächtig gediehen waren und in vielen Farben blühten.
Mit "Die Sonn' erwacht" eröffneten wir unsere Gesangsvorträge, es folgten die Wanderlieder "Wohl ist die Welt so groß und weit" und "Wer recht in Freuden wandern will". Nach dem "Mailied" und dem Reigenlied "Nun will der Lenz und grüßen" sangen wir mit den zahlreichen Gästen einige Kanons, die gerne angenommen wurden.
Mit dem "Jägerchor" und einem weiteren Jagdlied verabschiedeten wir uns vom Publikum, das reichlich Beifall spendete.
Unser musikalischer Beitrag sollte zeigen, dass über die politische Bedeutung dieses Tages hinaus der Mai von jeher ein Monat der Freude gewesen ist.
Wir wurden dann wie in jedem Jahr für unseren Auftritt mit einem deftigen Frühstück belohnt.
Anschließend trugen wir vor den Besuchern des Marktes auf dem Dorfplatz einige beliebte Volkslieder vor und fanden viele Zuhörer, die sich für unseren Vortrag mit Applaus bedankten.


Auftritt beim Plattdeutschen Gottesdienst im Rahmen der "Landpartie"

Der 1. Tag der "NDR-Landpartie" war mit Gewitter und heftigen Regengüssen zu Ende gegangen. Für den folgenden Sonntag erschien der Himmel wie ausgewechselt, und der geplante ökumenische Gottesdienst auf Platt mit Yared Dibaba und Pastor Reinhard von Stumpfeldt konnte auf dem Dorfplatz vor vollen Sitzreihen stattfinden.


Der Leitfaden der Predigt war die Liebe Gottes zu den Menschen und seine Bereitschaft, alle von ihnen unterschiedslos in Freude anzunehmen.

In einem kleinen Stück der Mevenstedter Theoterspeeler "Dat verlooren Sülverstück" wurde dieser Gedanke ebenso umgesetzt wie bei unserem Eingangslied "Hillige Geist, kumm un faat mi" und dem späteren Kirchenlied "Mien Gott stieht mi bi".
Inmitten des regen Treibens auf dem Marktgelände war dieser Gottesdienst ein Ort der Besinnung und Einkehr.

Pfingstsingen 2014


Im "Kaffee Worpswede" waren wieder viele Frühstücksgäste verschiedener Vereine und wir Concorden versammelt, um mit einem guten Frühstück das Pfingstfest zu beginnen.
Auf der Terrasse vor dem Hoetger-Bau hatten sich bereits viele Zuhörer eingefunden, und nach den ersten Liedern kamen noch etliche Touristen, die unseren Gesang vernommen hatten.
Das gesangliche Programm bestand im ersten Teil vorwiegend aus Wanderliedern und dem "Jan Hinnerk up de Lammerstraat". Unser erstes Lied war jedoch wie jedes Jahr "Die Sonn erwacht" aus der Oper "Preciosa". Und die Sonne schickte wirklich heiße Strahlen!
Die eingeübten Lieder konnten wir erfolgreich vortragen; in der Pause sangen wir dann mit den Zuhörern gemeinsam weitere bekannte Wanderlieder.
Mit der "Ehre Gottes" leiteten wir den zweiten Teil ein, der entsprechend dem Feiertag mehrere kirchliche Lieder umfasste.
Schließlich mussten wir uns aber auf den Weg zu den Seniorenheimen machen und verabschiedeten deshalb unser Publikum mit den "Irischen Segenswünschen".


In der "Vogeler-Villa" waren die Bewohner schon alle im blühenden Garten unter dem großen Sonnenschirm versammelt und warteten auf unser Kommen. Unsere Lieder berührten auch diejenigen, die auf Grund ihrer eingeschränkten Fähigkeiten weitgehend auf pflegende Fürsorge angewiesen waren. Wir freuten uns mit ihnen und waren dankbar, dass wir mit unserem Gesangsvortrag diesem Tag etwas Besonderes geben konnten.

Das Seniorenheim "Haus Worpswede" hatte ebenfalls alle Bewohner, die unseren Liedern zuhören wollten, auf die sonnige Terrasse begleitet. Hier wurden sie mit allem Notwendigen versorgt, so dass sie uns aufmerksam zuhören konnten. Wir sangen beliebte Pfingstlieder und sahen, dass sich manche an die bekannten Melodien erinnerten.
Hier - wie auch im Pflegeheim an der Bergstraße - wurden wir für unseren Gesangsvortrag mit Erfrischungen versorgt, die wir gerne annahmen.
Die Auftritte in den Heimen umfassen nur wenige Lieder, aber für uns sind diese Besuche fester Bestandteil der Jahresplanung. Darüber hinaus führen diese Kontakte jedes Mal zu nachdenklichen Gesprächen über das Altwerden und das Altsein und veranlassen jeden von uns zu einer Stellungnahme. Dann wird deutlich, dass besonders der persönliche Einsatz der Mitarbeiter die Qualität der Pflege ausmacht und unsere Unterstützung verdient.


Nach dem Spaziergang über den Berg wurden wir wieder im früheren "Kaffeehaus Niedersachsen" empfangen, das für uns eine lange Tischreihe auf der Wiese vorbereitet hatte.
Angesichts des Sonnenscheins zogen wir dann doch um in das angrenzende Zelt, wo wir dann mit einigen Liedern das Pfingstsingen ausklingen ließen.
Wie lange der Gesangverein schon auf diesem herrlichen Platz sein Pfingstsingen beendet, lässt sich gar nicht mehr sagen. Die Schwarz-Weiß-Fotos vergangener Jahre sind vergilbt und zeigen den Chor in diesem Garten in noch fast jugendlicher Formation. Umso mehr müssen wir uns bei den Pensionsinhabern Uta und Herbord Schröder bedanken, dass sie trotz der Umwidmung der Gaststätte in eine reine Pension diese Tradition aufrechterhalten.

Ständchen für den Schützenkönig

In manchen Jahren kommt es vor, dass der Schütze mit Königskette in Worpswede gleichzeitig Mitglied unseres Chores ist. Das war 2013 der Fall, als Wolfgang Nienstedt den Rumpf abschoss. Dieses Jahr ging seine Herrschaft zu Ende, und zum Abschied sangen wir ihm einige Gesellschaftslieder im gut besetzten Schützenzelt.
Er nahm unseren Vortrag huldvoll entgegen und bedankte sich mit gern gesehenen Erfrischungen.

Singen beim Rosenfest


Zum 3. Rosenfest im einstigen Garten von Heinrich Vogeler gab es ein gut gemischtes musikalisches Rahmenprogramm. Im Halbstundentakt wechselten die Ensembles und Chöre und trugen vor zahlreichem Publikum ihre Einstudierungen vor.
Wir hatten uns für Jäger- und Wanderlieder entschieden und sangen vor der Treppe des Barkenhoffs. Für unseren Auftritt erhielten wir freundlichen Beifall.

Sozialer Tag


Der Seniorenbeirat Worpswede veranstaltete am 31. August 2014 den "1. Sozialen Tag Worpswede", bei dem viele Teilnehmer aus Sozialverbänden, Institutionen und Geschäften mit sozialem Hintergrund die Öffentlichkeit über ihre Anliegen informierten. Bei der gut besuchten Aktion unterhielten wir das Publikum am Veranstaltungsbeginn mit einigen plattdeutschen Liedern.

Grillen auf dem Schützengelände

Unsere Grillmeister

Beim 9. Grillabend des Vereins konnte der Vorsitzende wieder einige Mitglieder und Gäste willkommen heißen. Es war ein harmonischer Abend mit gern gesungenen Liedern und gutem Essen.

Unser Dank gilt dem Schützenverein, der uns für diese Veranstaltung seine Räume zur Verfügung gestellt hatte.

Chöresingen in der Zionskirche

Worpswede ist bekannt für seine Künstler aus der Malerei und der plastischen Kunst. Das Dorf nimmt aber auch in musikalischer Hinsicht eine Ausnahmestellung ein: hier gibt es 8 Chöre.
Beim 6. Worpsweder Chorfest traten sie im Rahmen eines Orgelmusiknachmittags in der Zionskirche auf, um Proben ihres Repertoires vorzustellen.

An dem Tag waren zahlreiche Touristen im Ortskern, und es war nicht zu vermuten, dass angesichts des warmen Spätsommerwetters sie auch den Weg in die Kirche finden würden, um sich Chormusik anzuhören. Jedoch war es eine große Überraschung, als die Kirche sich mehr und mehr füllte und schließlich alle Plätze im unteren Bereich besetzt waren und die Besucher auf die Empore auswichen.

Die Leiterin des Kirchenchors und Initiatorin des Treffens, Ulrike Dehning war stolz, so viele Zuhörer willkommen zu heißen und bat um freiwillige Spenden zu Gunsten der örtlichen Flüchtlingsinitiative am Ende der Veranstaltung.

Der Kirchenchor leitete die Vorträge ein mit selten gehörten Interpretationen von geistlicher Chormusik.
Ganz anders der Chor des Heimatvereins Neu St. Jürgen, der das Publikum in "die kleine Kneipe in unserer Straße" entführte und dafür mit viel Beifall belohnt wurde.
Der Kukuk-Chor hatte "Ipharadisi" im Programm, ein Traditional aus Afrika, das mit seinem eingängigen Rhythmus und der Verteilung der Chorstimmen die Kirche füllte.
Wir hatten plattdeutsche Lieder ausgesucht, von denen das "Handwarker-Leed" und "Wenn de Wind dör de Bööm weiht" besonders gut gefielen.
Die Moorpieper überzeugten das Publikum mit der musikalischen Darstellung von Ringelnatz' "Morgenwonne".
Der Worpsweder Kammerchor begeisterte mit "To everything there is a season" und erhielt verdienten Beifall.
Der Galeriechor hatte sich vor der Orgel versammelt und bekam für die ausdrucksstarke Darstellung von "Kyrie und Gloria aus der kleinen Messe in d-moll" lang anhaltenden Applaus.
Ton in Ton vollendete das Konzert mit dem Beatles' Song "Eleanor Rigby" mit dem bekannten Refrain "All the lonely people" und freute sich über die Begeisterung beim Publikum.

Insgesamt 25 Lieder bekam das Publikum zu Gehör. Den Verlauf der Veranstaltung hat Ulrike Dehning beschrieben als "sehr abwechslungsreich, sehr farbig. Jeder Chor hatte einen anderen Schwerpunkt".

Hinzuzufügen ist noch, dass aus den freiwilligen Spenden der Besucher die beträchtliche Summe von 1.440,00 € zusammenkam.

10. Weinvernissage 2014


2014 stand Worpswede ganz im Zeichen seines 125. Geburtstages. Unter den vielen Gratulanten war auch die Winzervereinigung "Fränkisches Gewächs", die zeitgleich ihren 10. Auftritt in Worpswede beging. Am vorletzten Novemberwochenende reisten wieder die Vertreter von acht Weingütern mit vier Weinprinzessinnen an, um in der Bötjerschen Scheune den Gästen Gelegenheit zu geben, sich beraten zu lassen und die vielfältigen Frankenweine zu verkosten.

Kurz nach der Eröffnung des Handwerkermarktes im Rathaus gab der Worpsweder Bürgermeister den Startschuss für die Jubiläumsveranstaltung. Die Concorden stehen seit einigen Jahren mit dem "Fränkischen Gewächs" in guter Verbindung und umrahmen jedes Mal die Veranstaltung mit entsprechendem Liedgut.

Das aufgeschlossene Publikum hörte von uns u. a. die Lieder "Weinland", "Aus der Traube in die Tonne, aus der Tonne in das Fass" sowie das Trinklied von Franz Schubert "Ihr Freunde und du goldner Wein". Wir freuten uns über den anerkennenden Beifall und werden die Dankesgabe der Winzer bei der Jahreshauptversammlung 2015 entsprechend zu würdigen wissen.

Weihnachtssingen im "Kaffee Worpswede"


Die Generalprobe für das Weihnachtssingen in der Kirche wird seit Jahren im "Kaffee Worpswede" abgehalten. Hier wird in den weihnachtlich geschmückten Räumen ein letztes Mal die Gelegenheit genutzt, die einstudierten Weihnachtslieder vorzutragen und noch vorhandene Fehler zu entdecken.
Die Bauweise des Gastraums unterstützt die Wirkung des Männergesangs außerordentlich, und so sind wir jedes Mal gespannt, wie unser Erlerntes an dieser Stelle klingen wird.
Dabei haben wir eher selten die Möglichkeit, von der Empore zu singen, da neben den Essensgästen für einen Chor kein Platz wäre. Aber dieses Jahr hatten wir dieses Glück: alle Anwesenden saßen im Erdgeschoss.

Diese Generalprobe zusammen mit unseren passiven Mitgliedern und Gästen ist immer mit einem besonderen Essen verbunden, das alle bei guten Gesprächen genießen. Deshalb war fast vorherzusehen, dass uns in dieser Atmosphäre überzeugende Liedvorträge gelingen. Wir freuten uns über den Beifall ebenso wie über die Ehrungen unserer Sänger Matthias Frieling und Herbert Saade für 25 Jahre Mitgliedschaft im MGV "Concordia".

Weihnachtssingen in der Zionskirche


Im Rahmen der Worpsweder Orgelmusik hatten die Concorden am 4. Advent zu einem Weihnachtssingen eingeladen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Concerto für Orgel durch Ulrike Dehning, dem sich der Männerchor anschloss mit einem polnischen Weihnachtslied, textlich bearbeitet von den Worpswedern Margarete und Wolfgang Jehn. Nach einem weiteren Weihnachtslied hatten Doreen Wendlandt und André Hubert ihren ersten gemeinsamen Auftritt in dieser Veranstaltungsreihe mit dem Lied "Falling slowly". Lebhafter Beifall belohnte den Gesang und das Gitarrenspiel.
Weitere Chorsätze des MGV wechselten sich ab mit Soulklängen der 4-köpfigen Band. Besonders das Lied von Prince "Nothing compares to you", das dem Publikum durch die vielen Coverversionen ein wenig vertraut war, wurde gerne angenommen.

Die "Weihnachtsglocken" und "Es ist ein Ros' entsprungen" waren dem Männerchor vorbehalten, bevor zusammen mit der Gemeinde "O, du fröhliche" angestimmt wurde.

Vor unserem Schlusslied "Geh', ruf es von den Bergen" aber bekamen die Zuhörer wieder das "Hallelujah" von Leonard Cohen zu hören, das bei den letzten Weihnachtskonzerten so viel Beifall gefunden hatte. Und wieder schafften es die jungen Sängerinnen und Sänger, mit Gesang und Gitarre und uns Concorden als Backgroundchor die Erwartungen zu erfüllen. Der lange Applaus für diesen Auftritt war eine schöne Belohnung.

Der MGV bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Gästen, die dieser weihnachtlichen Veranstaltung einen harmonischen Rahmen gegeben haben.
Ebenso freuen wir uns, dass die Geldgeschenke der vielen Spender die Fortführung der Worpsweder Orgelmusik auch zukünftig ermöglichen werden.




Ein reichlich gefülltes Veranstaltungsjahr liegt hinter uns. Wir haben gute Leistungen gezeigt und werden auch im nächsten Jahr mit viel Einsatzbereitschaft altes und neues Liedgut einüben.
Sehen wir deshalb mit Spannung und Tatkraft der Chorarbeit im Jahr 2015 entgegen.

Herbert Saade (Schriftführer)

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2015

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ZUM TODE VON ADOLF SCHNAARS

Im August 2015 verstarb unser Ehrenmitglied Adolf Schnaars im Alter von 81 Jahren.

Er gehörte seit 1963 zu den Concorden. Von 1982 an stand er 10 Jahre lang als 1. Vorsitzender in der Verantwortung, und wir können sagen, dass es eine gute Zeit war.

Wir erinnern uns an ihn als freundlichen, einsatzbereiten Menschen, der gerne erzählte und den Kontakt mit anderen Sängern suchte. Besonders lagen ihm Mitglieder am Herzen, die nicht mehr aktiv sein konnten, weil sie Worpswede verlassen hatten. Er übermittelte ihre Grüße an die Concorden und hielt die Freundschaft mit ihnen aufrecht.

Nachdem er vor längerer Zeit schon einmal eine schwere Krankheit überwunden hatte, waren wir auch dieses Mal zuversichtlich, ihn bald wieder in unserer Runde zu wissen, aber seine Kraft reichte nicht.

Wir gedenken seiner in Verbundenheit und Achtung und haben uns bei der Trauerfeier gesanglich von ihm verabschiedet.

ZUM TODE VON GEVERT GERKEN

Im Dezember 2015 erhielten wir die schmerzliche Nachricht vom Tod unseres Ehrenmitglieds Gevert Gerken.

Seit mehreren Wochen waren die Lieder für das Weihnachtssingen die wichtigste Aufgabe für den Verein gewesen, und Gevert Gerken hatte immer wieder seine Kräfte gesammelt und war zu den Übungsabenden gekommen, damit der 1. Tenor seinen Chorpart in der Kirche gut vortragen konnte. Fragten wir ihn nach seinem Befinden, so antwortete er stets mit einem kleinen Lächeln: "Muss ja, es geht!"

Bescheiden trat er auf, wollte wenig für sich, konnte aber auf seine leise, liebenswürdige Art hartnäckig sein, wenn er das Wohl des MGV gefährdet sah.

Unter den Concorden zu sein und mit ihnen singen zu können, war eine große Freude für ihn und ein großer Gewinn für den Verein. Er war mit einer guten und sicheren Stimme ausgestattet, die 50 Jahre lang die Gesangsvorträge maßgebend getragen hat. Wir erinnern uns gern an seine Einladungen zu privaten Feiern im Kreise seiner Familie und an die Geburtstagsständchen im kalten Februar.

Gevert Gerken wurde 83 Jahre alt. Wir haben mit ihm einen zuverlässigen Sänger und guten Freund verloren. Der MGV Concordia hat ihn auf dem letzten Weg begleitet und zum Abschied ein Lieblingslied von ihm gesungen: "Hab oft im Kreise der Lieben im duftigen Grase geruht".

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VERANSTALTUNGEN, EINLADUNGEN UND FESTLICHKEITEN

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BESUCH BEI ERICH SCHRÖTER

Der 2. Singabend im Januar fand im neuen Haus unseres Sängers Erich Schröter statt. Durch einen Brand war sein bisheriges Zuhause 2014 total zerstört worden, und in beachtlich kurzer Zeit war es ihm gelungen, einen Neubau zu organisieren.

Die Hausbesichtigung zeigte, dass alle Handwerker Qualität auf einem hohen Standard abgeliefert hatten. Als Belohnung für unser positives Gutachten durften wir zu Kartoffelsalat und Würstchen mit den entsprechenden Getränken greifen.

Und gesungen wurde auch noch, schließlich hatten wir ja Noten mitgebracht. Wir erlebten einen vergnüglichen Übungsabend mit etlichen Anekdoten aus dem Leben unseres Sängers. Wir danken für seine Einladung und wünschen ihm viel Freude in seinem neuen Heim.

GEBURTSTAG HERMANN PELKE

Im April konnte unser 1. Vorsitzender Hermann Pelke einen runden Geburtstag begehen, und zu diesem besonderen Ereignis hatten sich bei ihm einige Sänger eingefunden, um ihm die Glückwünsche des Vereins zu überbringen.

So überraschend wie wir gedacht hatten, war unser Besuch indes nicht, denn für kalte Platten und Getränke war längst gesorgt. Die Gastfreundlichkeit im Haus Pelke ist bekannt, und so wurde es ein langer, harmonischer Abend mit Weißwein aus deutschen Landen und passenden Wein- und Gesellschaftsliedern.

Wir danken unserem Sänger, wünschen ihm für die weiteren Jahre alles Gute und werden uns bei passender Gelegenheit gerne wieder selbst einladen.

SINGEN BEI DER KÄSEGLOCKE 1. MAI 2015

Viele Menschen hatten sich trotz der Kühle auf den Weg gemacht, und schließlich saßen in großer Runde Alt und Jung auf den Bänken vor dem Kulturdenkmal.

Die musikalische Palette reichte von den von uns gesungenen bekannten Volksweisen über die rhythmisch betonten afrikanischen Traditionals des KukuK-Chores bis hin zu den kämpferischen Arbeiterliedern der letzten beiden Jahrhunderte, die gemeinsam intoniert wurden.

Das Publikum hatte Freude an der Mischung und sparte nicht mit Applaus.

Die Chöre wurden wie immer für ihren Einsatz mit einem kräftigen Frühstück belohnt.

Von der Käseglocke zog es uns auf den bunten Markt vor dem Parkplatzgelände, wo wir ebenfalls noch einige Frühlings- und Gesellschaftslieder zu Gehör brachten. Trotz des einsetzenden Regens war auch dieser Auftritt gelungen und hat uns Freude gemacht.

PFINGSTSINGEN 2015

Vor dem Pfingstsingen ist das Frühstück im "Kaffee Worpswede" angesagt, und so sah man am Sonntagmorgen viele Sänger dem Restaurant zustreben. Hier hatte man wegen der kalten Witterung gut geheizt und ein leckeres Frühstück vorbereitet.

Mittlerweile ist es bekannt, dass es sich in großer Runde besser frühstücken lässt als allein zu Hause, deshalb konnten wir unter den vielen Gästen insbesondere eine starke Abordnung des Schützenvereins ausmachen.

Anschließend ging es dann hinaus in die morgendliche Kühle. Es wartete ein aufmerksames Publikum auf uns, das wir mit alten und neuen Einstudierungen erfreuten.

Im Wesentlichen waren die Lieder dem Pfingstfest entsprechend christlich ausgerichtet: Wir sangen u. a. "Die Sonn' erwacht", "Das Morgenrot" und "Herr, dein Güte" sowie "Die Himmel rühmen". Wir schlossen mit "Hab oft im Kreise der Lieben", das uns trotz einiger schwieriger Passagen gut gelang.

Die anschließenden Vorträge bei den Seniorenheimen "Vogeler Villa" und "Haus Worpswede" erlebten die Zuhörer auf ihren Plätzen unter den Sonnenschirmen. Hier konnten wir in der Sonne den "Frühlingsgruß" und "An hellen Tagen" singen. Zum Abschluss trugen wir das Wanderlied "Wohl ist die Welt so groß und weit" vor.

Wenngleich die Beifallsbekundungen der Zuhörer wegen ihrer eingeschränkten Mobilität und Motorik recht verhalten sind, so wissen wir doch, dass unsere Lieder ihnen zu Herzen gehen.

Beide Heime unterstützten unsere Chorarbeit durch Spendenbeiträge. Wir bedanken uns dafür ebenso wie für die Erfrischungen nach den Auftritten und werden gerne wiederkommen.

Für den inoffiziellen Teil des Pfingstsingens hatten wir uns für das Clubzimmer des Restaurants "Laki" entschieden, wo einige von uns noch in geselliger Runde den Vormittag ausklingen ließen.

STÄNDCHEN FÜR DEN SCHÜTZENKÖNIG

Angesichts der lebhaften Stimmung im Festzelt nach dem Schützenumzug war in den letzten Jahren unser Sangesgruß an den Schützenkönig manchmal mehr oder weniger nur noch unmittelbar bei den königlichen Plätzen zu hören gewesen.

In diesem Jahr hatten wir uns deshalb auf Vorschlag einiger Sangesbrüder entschieden, das Ständchen für den Schützenkönig während des Kranzbindens vorzutragen. Ort des Treffens war der Bereich vor dem Geschäftssitz des Königs Mathias Heinemann auf dem Bartko-Betriebsgelände. Der warme Tag war ideal für das Singen vor den Gästen, aber zuvor mussten wir uns noch einsingen - und in der Halle war es dann so heiß, dass wir gerne schon vorher die späteren Erfrischungen gehabt hätten.

Trotzdem waren wir gut vorbereitet und trugen Frühlings- und Gesellschaftslieder vor, die vom König und seinen vielen Gästen mit anerkennendem Beifall gewürdigt wurden.

Zum Dank wurden wir eingeladen zu kräftiger Suppe und kühlen Getränken.

SINGEN AUF DEM FINDORFFBERG

Anlässlich des 223. Todestages von Moorkommissar Jürgen Christian Findorff hatte der Findorff-Verein Worpswede wieder zu einer Gedenkfeier eingeladen, um das Wirken des Förderers der Moordörfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Friedrich-Karl Schröder aus Heudorf sprach als Festredner über den unermüdlichen Kampf der früheren Generationen für die Trockenlegung der Moore und die heutigen politischen Vorstellungen über die Wiedervernässung wertvoller landwirtschaftlicher Flächen im Teufelsmoor.

Die Diskussion über die Zukunft der betroffenen Höfe sei noch lange nicht abgeschlossen, erklärte er, aber zu hinterfragen sei, ob durch die politischen Entscheidungen nicht die Früchte aller Bemühungen Findorffs zunichte gemacht würden.

Wir hörten einen interessanten Vortrag und trugen mit "Öwer de stillen Straaten" zu Beginn und "Rauschen die Quellen" am Ende der Feier zum Gelingen der Veranstaltung bei.

GRILLABEND AM HAMMEHAFEN

Der neu gestaltete Hammehafen war in diesem Jahr als Ort für den Grillabend ausgesucht wurden. Unter den vielen anderen Gästen hatten wir neben den aufgebockten Kajaks an drei Tischen unseren Platz gefunden und konnten uns mit Grillgut und Beilagen versorgen. Wegen unserer eigentlichen Sommerpause waren nicht alle Sänger gekommen, was letztendlich dazu führte, dass wir auf ein gemeinsames Singen verzichteten.

ERNTEDANKFEST - CHÖRESINGEN IN DER ZIONSKIRCHE

Wie vielfältig Chormusik zum Ausdruck gebracht werden kann, zeigte sich wieder beim 7. Worpsweder Chorfest, zu dem die 7 Worpsweder Chöre in die Zionskirche eingeladen hatten. Der Reiz für das Publikum liegt in der Bandbreite der Darbietungen und in der Eigenart der Chöre mit den verschiedenen Schwerpunkten.

Nach der Vorgabe, dass jeder Chor drei oder vier Stück vortragen sollte, eröffnete der Worpsweder Kirchenchor die Veranstaltung mit drei Chorsätzen in der deutschen Bearbeitung von Margarete und Wolfgang Jehn, der auch am Akkordeon begleitete.

Besonders eingängig war die Dakota-Hymne. Der Chor des Heimatvereins Neu St. Jürgen erhielt viel Beifall für den "Griechischen Wein", fand aber auch gute Resonanz für den eigenen Satz "Wat schall weern min Deern".

Die Concorden traten dann vor das Publikum und erinnerten mit zwei Ernteliedern in der Bearbeitung von Adelheid Geck an das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen und das Einholen des Heus mit Knechten und Mägden. Besinnlich wurde es mit der Weise von Ernst Licht "Över de stillen Straaten", während der Chorsatz "An hellen Tagen" eher heitere Zuversicht ausstrahlte. Wir gaben einen überzeugenden Vortrag und freuten uns über den Beifall.

Acht Mitglieder von "Ton in Ton" ließen die "Sweet Dreams" der Eurythmics wieder aufleben und gewannen damit das Publikum, das gerne Applaus spendete.

Der "Galeriechor" füllte den Kirchenraum mit dem Friedenslied der Maori "Kia Hora Te Marino" und begeisterte mit dieser kraftvollen Darbietung.

Die "Moorpieper" erinnerten mit dem "Scherenschleifer" an längst vergangene Zeiten und der "Kukuk-Chor" beendete den Reigen der Chorvorträge mit einem klangstarken georgischen Segenslied.

Gemeinsam mit den Zuhörern erklang dann als Abschluss das "Abendlied" aus der Feder der Komponisten Jehn.

Der Eintritt zu diesem Chortreffen war wie immer frei, aber die freiwillige Spende der Zuhörer zugunsten der Flüchtlingshilfe und der Andreas-Böhme-Stiftung ergab den stolzen Betrag von 1.345 Euro, den sich beide Organisationen je zur Hälfte teilen.

Wir freuen uns mit ihnen.

GEBURTSTAG HEINZ KOMMERAU

Im Oktober geht die Saison für Torfschifffahrten zu Ende, und dann hat auch unser Sänger Heinz Kommerau wieder mehr Zeit für die "Concordia". Und glücklicherweise fügt es sich, dass er gegen Ende des Monats Geburtstag hat, den er dann in aller Ruhe im großen Kreis feiern kann - getreu seinem Wahlspruch: "In der Ruhe liegt die Kraft".

Dieses Mal hatte er die Concorden gebeten, ihm und seinen Gästen im "Grasberger Hof" einen Strauß beliebter Lieder mitzubringen. Neben dem "Handwarker Leed" waren es einige Stimmungslieder, die er sich wünschte. Wir waren in guter Besetzung gekommen und freuten uns, gern gesungene Lieder vortragen zu können. Den Gästen gefiel es, und wir erhielten langen Applaus.

Als Belohnung durften wir schon vor allen anderen Gästen Kaffee und diverse Kuchenkreationen genießen.

Wir danken unserem Jubilar und wünschen ihm weitere beschwerdefreie und fröhliche Jahre im Kreise seiner Sangesfreunde.

GEBURTSTAG ULLI JANKE

Wenn im November gleich am Eingang des Übungsraums viele, viele verpackte kleine Süßigkeiten liegen, dann ist für unseren Ulli, den Schmied, wieder ein neues Lebensjahr angebrochen, und er hat uns zu einem besonderen Geburtstag eingeladen. Zu Süßem und zu Deftigem, denn in der Pause gibt es noch die beliebten kalten Platten.

Das Singen hat an diesem Abend besondere Freude gemacht, und wir danken unserem Jubilar für seine Sorge um unser Wohlergehen.

Wir wünschen ihm weitere lebensfrohe Jahre bei uns Concorden und im Kreis seiner Familie.

11. Frankenweinvernissage in der Bötjerschen Scheune

"Gute Weine zu machen, ist eine Kunst".

Wenn die Winzer es schaffen, trotz der Widrigkeiten des Wetters und besonders der großen Hitze 2015 mit der damit verbundenen Trockenheit aus den Trauben vielseitige und unverwechselbare Weine zu kreieren, dann hat dieses Können durchaus seinen eigenen Platz neben dem Kunsthandwerkermarkt.

Wir pflegen mit den Winzern des "Fränkischen Gewächs" seit Jahren gute Beziehungen. Dieses Jahr waren wir mit einem Kurzurlaub wieder Gäste im Frankenland, und so begrüßte man sich wie Freunde.

Während die Weinfreunde sich den Erzeugnissen der acht Winzer widmeten, konnten andere im Bereich des Bücherflohmarktes nach literarischen Schätzen Ausschau halten.

Nach langem Warten auf den Bürgermeister kam es dann doch zur Eröffnungszeremonie im Beisein der Weinprinzessinnen, und wir kamen zu unseren Weinliedern.

Die Anwesenden hat es gefreut, und wir werden bei der nächsten Jahresversammlung 2016 mehrere Flaschen als Dank der Winzer für unseren Auftritt genießen können.

GEBURTSTAG GÜNTER HILDEBRANDT

1995 waren wir schon einmal Geburtstagsgäste auf dem "Gärtnerhof Weyerdeelen", jetzt - 20 Jahre später - wieder, nur nicht mehr am selben Ort, sondern in Wörpedahl, im Haus unseres Chorleiters Günter Hildebrandt.

Niemand kann und will die Stunden zählen, die er und seine Freunde und Nachbarn mit dem Umbau der Gebäude der alten Bauernstelle verbracht haben, aber sie können alle stolz sein auf das, was sie bisher geleistet haben.

Zum Dank für die tätige Hilfe und aus Anlass seines Geburtstages war neben der Belegschaft deshalb eine stattliche Anzahl von jungen und nicht mehr ganz jungen Gästen eingeladen, die sich in die Schlange einreihten, um Kohl und Pinkel und Speck und Kasseler zu genießen. Dieses Essen in solch einer guten Qualität zu bekommen, wird auch auf dem Lande immer seltener. Derart gestärkt konnte man sich für das Lagerfeuer in der Kälte oder für die Wärme in der Scheune entscheiden, bekannte Gesichter traf man überall, und die Atmosphäre war einem Dorffest schon sehr ähnlich.

Wir sangen dem Jubilar draußen einige bekannte Lieder und wünschen ihm, dass er bei guter Gesundheit bleibt und uns noch viele Jahre als Dirigent begleiten wird.

WEIHNACHTSSINGEN IN DER ZIONSKIRCHE AM 20. DEZEMBER 2015

"Es wird mehr gemeinsam gesungene Weihnachtslieder geben", hatte die Organistin Ulrike Dehning über den Inhalt des Adventskonzertes verlauten lassen und ein entsprechendes Programm mit den Mitwirkenden erarbeitet.

So konnten sich die Besucher in der gut besetzten Kirche den Männerchor, eine Sopranistin, die Orgelmusik und plattdeutsche Geschichten anhören, aber waren auch aufgefordert, mitzusingen bei mehreren Weihnachtsliedern. Mit Unterstützung durch die Orgel und die Chorstimmen ließen sie sich gerne einbinden in den Veranstaltungsablauf, und es wurde ein ertragreiches gemeinsames Konzert.

Mit insgesamt neun Chorsätzen weihnachtlicher Kirchen- und Volkslieder gelang uns nach den vielen Proben der Vormonate ein mehr als guter Auftritt und sorgte deshalb für Freude unter den Sängern und beim Dirigenten.

Bente Christgau konnte wieder als Solistin mit "A la Nanita Nana" und "A babe is born" das Publikum mit ihrer klaren Stimme überzeugen und erhielt langen Beifall.

Friedo Gercke als plattdeutscher Geschichtenerzähler brachte seine Zuhörer mit seinen Vorträgen zum Nachdenken und zum Schmunzeln - die plattdeutsche Sprache rückt eben auch eher unwesentliche Begebenheiten in ein besonders liebenswertes mildes Licht.

Mit dem 1. Satz aus einem Orgelkonzert von J. S. Bach beschloss Ulrike Dehning diese weitere Veranstaltung der Worpsweder Orgelmusik, die wir gerne mitgestaltet haben.

Der Veranstaltungskalender der Concordia im Jahr 2015 war ausreichend gefüllt. Die allermeisten Auftritte sind erwartungsgemäß gut abgelaufen, wofür wir unserem Dirigenten Günter Hildebrandt großen Dank schulden.

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Was wir gerne singen, singen wir gut und überzeugend, seien es Lieder von Silcher, von deutschen Liedermachern, Kirchengesang oder Volkslieder.

Entscheidend ist die Freude am jeweiligen Stück, und im neuen Gesangsjahr gilt es, diese Begeisterung wach zu halten, um die chorische Zukunft zu sichern.

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Herbert Saade (Schriftführer)